Analdrüsenentzündung beim Hund – Ursachen, Symptome & Behandlung

Möglicherweise hast du deinen Hund schon einmal dabei beobachtet, wie er mit einer typischen scheuernden Bewegung über den Boden rutscht. Zum Thema Analdrüsenentzündung beim Hund haben wir diesen Artikel für dich zusammengefasst. Lies ihn dir genau durch, um deinem Hund wirksam helfen zu können.

Ursachen und Symptome

Diese Art der Entzündung kann für deinen Hund sehr schmerzhaft sein. Schon gleich bei den ersten Anzeichen sollte er von einem Tierarzt intensiv untersucht werden.

Eine Analdrüsenentzündung beim Hund entsteht durch die Verstopfung der Analdrüsen. Erklärend möchten wir für Dich hinzufügen, dass jeder Hund beidseitig des Afters eine Analdrüse besitzt. Innerhalb dieses Analbeutel wird ein Sekret gebildet, welches der Hund beim Koten ausscheidet. Während ein Hund sein großes Geschäft verrichtet, drückt er kleine Mengen dieses Sekret durch den Schließmuskel mit heraus. Es kann auch vorkommen, wenn dein Hund sich beispielsweise erschreckt, dass er den gesamten Inhalt des analen Beutels plötzlich und komplett entleert. Auch besteht die Möglichkeit, dass er das Sekret während des Schlafens verliert. Für dich kann es lediglich etwas unangenehm sein, wenn dein Hund auf der Couch schläft und das Sekret dort ausläuft.

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Der Geruch des Sekretes wird eher als abstoßend empfunden. Doch für deinen Hund ist es ein tolles Erlebnis, da dies die Duftmarke ist und zur Reviermarkierung dient.

Sofern sich jedoch dieses Sekret nicht mehr eigenständig absetzt, können die Analdrüsen verstopfen. Das Sekret wird allerdings weiterhin produziert, so dass ich durch die fortlaufende Produktion die Analdrüsen entzünden können und es zu einer Verstopfung kommt. Sobald du einmal den Verdacht hast, dein Hund könnte mit einer Verstopfung seine Analdrüsen zu kämpfen haben, solltest du vorsichtshalber einen Tierarzt aufsuchen.

Ursachen

Als Ursache gilt eine Verstopfung der Analdrüsen zu nennen. Gerade Hunde, die häufig von einem Durchfall betroffen sind oder einen weichen Stuhl haben, leiden häufig unter einer Analdrüsenentzündung. Durch einen weichen Stuhlgang weitet sich der Anus deines Hundes weniger, so dass das Sekret schlechter durch die Analdrüsen abgesetzt werden kann. Durch das Weiten haben Bakterien einen leichten Eintrit. Die verstopften Drüsen sollten möglichst von einem Tierarzt entleert werden. Geschieht das nicht, ist eine Entzündung der Analdrüsen die Folge dessen.

Doch nicht nur durch weichen Stuhl oder einen Durchfall kann eine Analdrüsenentzündung bei deinem Hund hervorgerufen werden. Es kann gut möglich sein, dass dein Hund einen generell weichen Kot ausscheidet. Dann ist es ratsam, dass du die Ernährung deines Hundes genau unter die Lupe nimmst. Fütterst du ihn mit Fertigprodukten wie z.b. Trockenfutter, findest du darin einen sehr hohen Anteil an unverdaulichem Eiweiß und Kohlenhydraten. Dadurch kann es möglich sein, dass dein Hund einen sehr weichen Stuhlgang bekommt. Dies kannst du verbessern, indem du ihn durch eine ausgewogene Frischfleisch Fütterung und einer angemessenen Zugabe von Knochen und Knorpel an eine ausgewogene Ernährung heranführst. Dies sorgt unter anderem für einen härteren Stuhlgang.

Für eine weitere Ursache kann aber auch eine Futterunverträglichkeit oder gar eine Futterallergie verantwortlich sein. Ferner können auch Stress, Stoffwechselerkrankungen und auch Viren oder Bakterien als Verursacher genannt werden. Am besten besprichst du alle Eventualitäten mit einem erfahrenen Veterinärmediziner.

Die unterschiedlichen Hunderassen bergen auch unterschiedliche Möglichkeiten von Erkrankungen in sich. Besonders kleine Rassen und auch die sogenannten Zwergrassen sind anfällig für Analdrüsenentzündung. Auch bei langhaarigen Hunden kann es häufiger zu solchen Entzündungen kommen, wenn der Bereich des Afters nicht regelmäßig geschoren wird. Doch auch große kurzhaarige Rassen können unter einer Analdrüsenentzündung leiden. Wichtig ist stets, dass du den Anusbereich deines Hundes sorgsam im Auge behältst und für eine gute Hygiene sorgst.

Symptome

Bei Auftreten einer Analdrüsenentzündung können die unterschiedlichsten Symptome hervorgerufen werden. Eine beginnende Entzündung macht sich durch einen Juckreiz im Afterbereich durch die bereits verstopften Analdrüsen bemerkbar. Durch ein intensives lecken deines Hundes speziell in diesem Bereich versucht dein Hund die Beschwerden zu lindern. Doch da sie diesen Bereich nur sehr schlecht erreichen, kommt es vor, dass sie ihrer Rute hinterherjagen und an dieser knabbern. Dabei kommt es vermehrt sogar zu blutigen Bissen.

Diese Entzündung kannst du leicht daran erkennen, dass der Bereich des Afters stark gerötet ist und die Analbeutel anschwellen. Sofern du eine Entzündung bei deinem Hund nicht im Frühstadium erkennst, nehmen die Rötungen stark zu und die Analbeutel schwellen weiterhin an. Weiterhin kommt es zu Pusteln rund um den Bereich des Afters.

Abszesse und Fisteln beim Hund

Schreitet die anale Entzündung weiter fort, bilden sich im schlimmsten Falle Geschwüre und Fisteln. In diesen sammelt sich das Sekret an. Als weitere Folge sind starke Schmerzen in diesem Bereich zu verzeichnen. Das Absetzen von Kot ist ab diesem Zeitpunkt für deinen Hund nur noch unter starken Schmerzen und sehr mühsam möglich. Lautes Fiepen und Jaulen sind zu hören, da dein Hund versuchen wird, den Stuhlgang gänzlich zu vermeiden. Anzeichen für eine fortgeschrittene Entzündung ist auch das seltene Hinsetzen deines Hundes. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die extrem schmerzhafte Region rund um den After.

Mit vorangeschrittener Entzündung leidet dein Hund ebenfalls an erhöhter Temperatur oder gar Fieber. Ein Gang zum Tierarzt ist inzwischen unabdingbar. Diese Analdrüsenentzündung kann im schlimmsten Falle auch chronisch werden.

Schulmedizinische Behandlung

Schon beim leisesten Verdacht eine Analdrüsenentzündung, solltest du mit deinem Hund einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird den Bereich des Afters gründlich untersuchen und versuchen die Analdrüsen auszudrücken. Das austretende Sekret wird benötigt um eine intensive Untersuchung durchzuführen. Vom Tierarzt deines Vertrauens kannst du dir auch zeigen lassen, wie du deinem Hund helfen kannst, indem du die Analbeutel eigenständig manuell entleerst.

Dies sollte allerdings nicht so häufig geschehen, da dieser Vorgang auch kontraproduktiv sein kann. Die Folge einer zu häufigen Entleerung der Analdrüsen wäre dann, dass der Körper deines Hundes das Sekret stärker produziert als zuvor.

Pflege des Afterbereichs

Eine gute und ausreichende Pflege des Afterbereich bei deinem Hund beugt vielen Beschwerden vor. Insbesondere Hunde mit langem Fell sind dankbar für eine intensive Pflege. Ratsam ist es auch, gerade im Bereich des Afters, das Fell ein wenig zu kürzen.

Ernährung bei einer Analdrüsenentzündung

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Hunde benötigen eine ausgewogene Ernährung. Bei einer einseitigen Ernährung kann es zu weichen Stuhlgang oder auch zu häufigem Durchfall bekommen. Auch eine Verstopfung der Analdrüsen kann davon betroffen sein. Gerade durch industriell gefertigtes Futter tritt häufig ein weicher Stuhlgang auf. Dieser ist bedingt durch einen extrem hohen Anteil an unverdaulichen Eiweiß oder auch Kohlenhydraten.

Ernähre deinen Hund mit mehr Frischfleisch und Knochen, damit der Stuhlgang etwas fester wird. Auch geraspelte Möhren und geschrotete Leinsamen sind in der Lage, einen festeren Stuhlgang zu begünstigen. Achte stets auf eine komplett ausgewogene Ernährung deines Hundes.

Beobachtest du, dass der Kot eines Hundes immer noch zu weich ist, solltest Du trotz ausgewogener Ernährung dennoch einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird deinen Hund hinlänglich untersuchen und feststellen, ob eine andere Ursache zugrunde liegen kann.

Homöopathie

Vielfach haben sich homöopathische Mittel für Hunde bewährt. Diese können einen Heilungsprozess positiv unterstützen und deinem Hund eine große Linderung verschaffen. Dazu kann dich eingehend ein Tierheilpraktiker oder auch der Tierarzt deines Vertrauens beraten. Dieser wird zuvor deinen Hund gründlich untersuchen und gegebenenfalls die homöopathischen Mittel individuell auf die Bedürfnisse deines Hundes anpassen.

Der wohl häufigste Grund für eine Analdrüsenentzündung bei Hunden ist ein sehr weicher Stuhlgang. Diesen kannst du mit einer ausgewogenen Ernährung vorbeugen und somit positiv die Gesundheit deines Hundes beeinflussen. Sogar Hunde, die zu einer Veranlagung von Analdrüsenentzündung neigen, können positiv mit einer passenden Ernährung eingestellt werden.

Wir wünschen dir noch weiterhin viel Spaß mit deinem rundum zufriedenen und gesunden Hund!

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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