Gesunde Hundeernährung

Hund Barfen – In 9 Schritten zum eigenen Barfplan

Inhaltsverzeichnis

In den letzten Jahren rückt immer mehr der Trend, Hunde möglichst natürlich und gesund zu ernähren, in den Vordergrund. Dabei wird immer mehr der Fokus auf die Ernährung von Wölfen und Hunden in einer natürlichen Umgebung gerichtet.

Was versteht man unter barfen

Das Wort barfen bedeutet „born again raw feeders“ oder „biologisch artgerechte Rohfütterung“. Die Futterration wird dabei der Zusammensetzung der in der Natur erlegten Beute angepasst- Rohes Fleisch, Fett, und aus dem Magen der Beutetiere Gras, Gemüse, Obst und Kräuter.

Welche Vorteile hat barfen

Die Nahrung enthält wichtige Nährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die bei industriellem Fertigfutter durch starkes Erhitzen zerstört und anschließend in künstlicher Form wieder zugesetzt werden. Natürliche Vitamine sind in ihrer Funktion künstlichen Vitaminen bei weitem überlegen.

Durch die ausgewogene, natürliche Ernährung erhält dein Hund ein schönes, glänzendes Fell, saubere Zähne, weniger Körpergeruch und er setzt geringere Mengen an Kot ab. Zivilisationskrankheiten, wie Übergewicht, Diabetes, Arthrose und Herzkrankheiten treten seltener auf, der Besuch beim Tierarzt ist nicht mehr so oft nötig.

Im Magen- Darmtrakt deines Hundes wird sich durch eine ausgewogene Bakterienflora ein Milieu bilden, dass das Festsetzen von Würmern weitgehend verhindert. Dadurch müssen nicht mehr so häufig chemische Substanzen zur Entwurmung eingegeben werden.

Da das Futter hauptsächlich aus tierischem Eiweiß besteht, kann dieses von deinem Hund viel besser aufgespalten werden als pflanzliches Eiweiß aus Getreide in industriellem Fertigfutter.

Ist dein Hund ausgewogen und hochwertig ernährt, wird er weniger unter Stress stehen, sein Temperament ist ausgeglichener, er wird besser mit anderen Hunden kommunizieren können.

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Welche Nachteile hat barfen

Hunde barfen

Welche Nachteil hat das Barfen

Es ist zeitaufwändiger, ein frisches Hundemenü zuzubereiten, als eine Futterdose aus dem Supermarkt zu öffnen.

Wird rohes Schweinefleisch verwendet, besteht die Gefahr der Übertragung des Aujesky- Virus. Dies ist eine anzeigepflichtige Krankheit, die mit tollwutähnlichen Symptomen einhergeht.

Beim Barfen von Welpen ist darauf zu achten, dass die Proteinzufuhr nicht zu hoch ist, da sonst durch zu schnelles Wachstum Störungen bei der Knochenbildung auftreten können. Auch muss vermehrt auf ein ausgewogenes Kalzium- Phosphor- Verhältnis geachtet werden.

Werden Knochenstücke zu groß verschluckt, können im Darm Verletzungen der Darmwand oder ein Darmverschluss durch zusammengeballte Knochenstücke entstehen. Daher sollten immer nur große Fleisch- und Markknochen verfüttert werden. Knochen dürfen nicht erhitzt werden, da sie spröde werden und leicht splittern.

Barfen bedeutet, sich ausreichend mit den Nährstoffbedürfnissen von Hunden zu befassen und ein hohes Ausmaß an Eigenverantwortung wahrzunehmen.

In 9 Schritten Lebensmittel zusammenstellen: Barfen Lebensmittel

Schritt 1: Finde das richtige Fleisch

Fleisch bildet eine ausgezeichnete tierische Proteinquelle. Es enthält außerdem Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Du kannst deinem Hund Fleisch von allen Tierarten, außer Schweinefleisch, füttern. Richte dich dabei ganz nach seiner Präferenz: bevorzugt er Huhn, Pute, Rind, Kalb, Kaninchen, Wild oder vielleicht sogar Fisch?

  • Rindfleisch: enthält viele Proteine und ist nicht sehr fettreich.
  • Pute, Geflügel und Kaninchen sind ebenfalls magere, gut verdauliche Fleischsorten.
  • Fisch: enthält eine hohe Anzahl an ungesättigten Fettsäuren, Jod und viele Vitamine. Es ist aber auch ein Enzym enthalten, dass Vitamin B1 aufspaltet. Damit dein Hund nicht an einem Vitamin B1- Mangel erkrankt, solltest du Fisch maximal 1 mal/ Woche füttern. Meist bevorzugen Hunde geschmacklich Lachs, Hering oder Makrele.
  • Rinderleber: enthält einen hohen Anteil an Vitamin A. Sie sollte daher nicht in großen Mengen roh gefüttert werden, da eine Überversorgung mit Vitamin A Krankheiten auslösen kann.
  • Rinderblut: ist reich an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen.
  • Rinderniere ist besonders reich an Eiweiß. Leider sammeln sich in der Niere aufgrund ihrer Funktion als Ausscheidungsorgan Schwermetalle und andere toxische Stoffe an. Sie sollte daher ebenfalls nicht in größeren Mengen gefüttert werden.
  • Rindereuter: ist ein ausgezeichneter Fett- und Kalziumlieferant.

Schritt 2: Pansen und weitere Barf Lebensmittel

Pansen und Netzmagen, Teile der Rindermägen, enthalten in ungeputztem Zustand viele, teilweise vorverdaute pflanzliche Produkte. Sollte dein Hund Rinderpansen nicht gerne fressen, kannst du auch Lamm- Pansen ausprobieren.

Sorge für Abwechslung und füttere nicht über Wochen dieselbe Fleischsorte. So erhält dein Hund Vitamine und Spurenelemente in unterschiedlicher Zusammensetzung und du beugst der Entstehung von Allergien vor.

Schritt 3: Der Fleischanteil in der Hundeernährung

Der Fleischanteil sollte 80% betragen. Herzmuskel und Innereien, wie Leber oder Niere, sollten nur einen geringen Anteil der Fleischration ausmachen. Verwende ganze Schlundstücke nur bei Hunden, die daran gewöhnt sind, ihre Nahrung ausreichend mit den Zähnen zu zerkleinern.

Schilddrüsengewebe darf generell nicht gefüttert werden, da die enthaltenen Hormone (Thyroxin) den Hormonstoffwechsel deines Hundes aus dem Gleichgewicht bringen können. Achte daher bei der Verfütterung von Schlund oder Luftröhre und anderen Halsteilen immer darauf, dass das Schilddrüsengewebe restlos entfernt wurde.

Würmer werden durch rohes Fleisch in der Regel nicht übertragen. Infektiöse Wurmstadien befinden sich normalerweise nicht in Fleisch und auf Innereien. Falls du sichergehen möchtest, kannst du das Fleisch bei minus 18° für einige Tage einfrieren. So werden alle Wurmstadien sicher abgetötet.

Die Übertragung von Salmonellen ist ebenfalls unwahrscheinlich. Das rohe Fleisch entspricht in den Hygienestandards dem Fleisch, das auch als menschliche Nahrung verwendet wird. Außerdem ist die Salzsäurekonzentration im Magen von Hunde zehnmal höher als im Magen von Menschen.

Salmonellen und andere Keime können das nur schwer überleben. Das Risiko einer bakteriellen Erkrankung durch rohe Fleischfütterung ist also bei Hunden maximal genauso groß wie für den Menschen, eher sogar geringer.

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Schritt 4: Knochen und Knorpel beim Barfen

Knochen enthalten Eisen, Fett, Kalzium und verschiedene Enzyme.

Knochen müssen immer roh verfüttert werden, da sie in gekochtem Zustand splittern und Knochenkotverstopfungen oder Darmverletzungen hervorrufen können.

Verwende Brustknochen oder Fußknochen von Rind, Lamm, Kaninchen oder Wildtieren, wie Rehen. Fellanteile an den Knochen sorgen für Spaß beim Kauen und helfen, Zahnbeläge gründlich zu entfernen.

Sollte dein Hund nicht gewohnt oder in der Lage sein, Knochen ausreichend zu kauen, kann du diese auch grob zerkleinern.

Rinderklauen oder Hirschgeweihe bilden eine willkommene Abwechslung im Speiseplan. Sie können als Kauartikel zwischendurch gefüttert werden. Da sie keinerlei Eiweiß enthalten, können sie auch keine Allergie auslösen. Sie sind kalorienarm und dein Hund ist über lange Zeit beschäftigt.

Schritt 5: Milchnebenprodukte

Laktose für Hunde

Nicht jeder Hund verträgt Laktose

Einige Hunde vertragen laktosehaltige Milch eher schlecht und reagieren darauf mit Durchfall.

Daher solltest du besser mageren Hüttenkäse, Joghurt oder Topfen in die Futterration mischen. Milchprodukte enthalten viel Eiweiß und Kalzium, trotzdem sollten sie nur selten gefüttert werden.

Schritt 6: Eier

Achte bei der Fütterung von Eiern immer darauf, Dotter und Eiklar zu trennen. Im Eiklar ist, wie in Fisch, ein Enzym enthalten, dass Vitamin B1 aufspaltet und so Mangelerscheinungen verursachen kann.

Der Eidotter kann der Futterration beigemischt werden. Dies sollte aber nur selten erfolgen, da dein Hund ausreichend mit Eiweiß über den Fleischanteil versorgt wird.

Die Eierschale kann in gemahlenem Zustand deinen Hund mit Kalzium versorgen. Sie ist ein ausgezeichneter Ersatz, falls du keine Knochen füttern möchtest.

Schritt 7: Fette und Öle in der Hundeernährung

Öle sind wichtig, um fettlösliche Vitamine aus der Nahrung zu lösen und dem Körper deines Hundes zur Verfügung zu stellen. Die ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Alpha- Linolensäure können vom Körper deines Hundes nicht selbst hergestellt werden und müssen als essentielle Fettsäuren mit dem Futter aufgenommen werden.

Lachsöl

Lachsöl enthält in großer Menge Omega-3- und Omega- 6- Fettsäuren. Es sorgt für ein glänzendes, weiches und dichtes Fell. Schuppenbildung und Haarausfall werden verringert.

Verletzungen der Haut heilen rascher, durch Förderung der Zellerneuerung. Zusätzlich sinkt das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Bei Welpen unterstützt Lachsöl die Gehirnentwicklung und fördert den Aufbau des Nervengewebes.

Achte bei dem Kauf von Lachsöl darauf, dass es sich um ein reines Naturprodukt, wenn möglich in Bio- Qualität handelt. Kaltgepresstes Lachsöl enthält mehr wertvolle Inhaltstoffe, als Öl, das durch Erhitzen gewonnen wurde.

Pro 10 kg Körpergewicht solltest du deinem Hund circa 1 Löffel Lachsöl/ Tag füttern. Achte darauf, dass der herbe Geruch und Geschmack von anderen Futterzutaten überdeckt wird, damit dein Hund das Futter nicht ablehnt.

Hanföl

Hanföl ist ein Speiseöl, das keine berauschenden Bestandteile enthält. Das Speiseöl befindet sich in den Samen der Hanfpflanze und sollte nicht mit ätherischem Hanföl aus den Blättern verwechselt werden. Es enthält 80% ungesättigte Fettsäuren, hauptsächlich Omega-6- Fettsäuren.

Hanföl stärkt das Immunsystem, sorgt für ein dichtes, glänzendes Fell und verringert die Neigung zu allergischen Reaktionen. Leidet dein Hund immer wieder unter Hautentzündungen kann Hanföl Abhilfe schaffen.

Hanföl wird 1mal/ Woche verabreicht. Beginne mit einem Tropfen und steigere die Menge anschließend:

  • Kleine Hunde 2,5ml Hanföl/ Woche
  • Mittlere Hunde 5ml Hanföl/ Woche
  • Große Hunde 10ml Hanföl/ Woche

Die Fütterung von großen Mengen Hanföl kann Erbrechen und Durchfall auslösen, steigere die Dosierung daher nur langsam.

Kürbiskernöl

Kürbiskernöl enthält einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Eisen, Magnesium, Zink, Kalzium, Selen und die Vitamine A, B, C und E. Kürbiskernöl wirkt entgiftend, es beugt Wurmbefall vor und wirkt entzündungshemmend bei Entzündungen von Niere und Blase.

Kürbiskernöl kann täglich unter das Futter gemischt werden.

  • Kleine Hunde 2,5 ml
  • Mittlere Hunde 5 ml
  • Große Hunde 10 ml

Kürbiskernöl aus dem Supermarkt ist auf die Bedürfnisse von Menschen abgestimmt und für Hunde nicht so gut geeignet. Am besten verwendest du Kürbiskernöl für Hunde, das du in Barf- Shops kaufen kannst.

Kokosöl: kann sowohl äußerlich als auch innerlich gegen Floh- und Zeckenbefall eingesetzt werden.

1 Teelöffel täglich verringert die Gefahr, dass sich Parasiten im Darm deines Hundes festsetzen können.

Schritt 8: Gemüse und Obst

diese Gemüse und Obst Sorten können verwendet werden

Hunde sind nicht in der Lage, Zellwände von Pflanzen im Darm aufzuspalten. Gemüse und Obst sollte daher immer püriert werden, manchmal sogar gekocht. Achte darauf, die Kerne immer vollständig zu entfernen, da sie giftige Blausäure enthalten.

Mische das pürierte Obst und Gemüse immer mit etwas Öl, damit die fettlöslichen Vitamine herausgelöst werden und dein Hund sie verwerten kann.

  • Zucchini: enthalten Vitamine, Kalium, Kalzium, Phosphor und Magnesium, sie sind besonders gut verdaulich.
  • Spinat: ist sehr eiweißhaltig und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Entferne immer die Blattrippen, da sie große Mengen an Nitrat enthalten und Nierenschäden und Blasensteine auslösen können.
  • Rote Rüben: enthalten viel Kalium und Folsäure. Durch Saponine regen sie den Appetit und die Verdauung deines Hundes an.
  • Kohlrüben: enthalten Vitamin C, auch die Blätter können verfüttert werden, da sie noch mehr Nährstoffe enthalten als die Frucht selber.
  • Knollensellerie: ist reich an ätherischen Ölen, Eisen, Vitamin A, E, B und C. Sie wirkt entwässernd und blutreinigend. Leider lehnen die meisten Hunde den Geschmack von Sellerie ab.
  • Kartoffel: liefern Stärke und Eiweiß, sie enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe. Da die Knollen zu den Nachtschattengewächsen gehören, müssen sie vor der Fütterung immer ausreichend gekocht werden, um das enthaltene Solanin zu zerstören.
  • Karotten: liefern Ballaststoffe, Selen und Vitamin A.
  • Grünkohl: enthält Kalzium, Vitamin A, B und C. Da Grünkohl blähend wirkt, darf er nur in kleinen Mengen gefüttert werden.Fenchel. Enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Das ätherische Öl wird aber meistens von Hunden nicht gerne gegessen.
  • Chinakohl: ist ein guter Eiweißlieferant und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine. Die Senföle sorgen für eine gute Verdauung.
  • Brokkoli: sollte nur gekocht verfüttert werden, da er sonst starke Blähungen verursacht. Dieses Gemüse ist ein guter Mineralstofflieferant, vor allem Kalzium, und enthält sehr viele Vitamine.
  • Apfel: ist reich an Vitamin C, Kalium, Kalzium und Fruchtzucker.
  • Bananen: enthalten Vitamin B6, Kalium, Magnesium, Folsäure und Fruchtzucker.
  • Erdbeeren: enthalten Vitamin B und C. Die Flavone fördern eine gesunde Verdauung.
  • Heidelbeeren: enthalten Vitamin B, C und Gerbstoffe. Sie wirken regulierend auf die Verdauung bei Durchfall. Heidelbeeren sollten immer nur überreif verfüttert werden.
  • Ribisel: liefern Vitamin B, C und Mineralstoffe.
  • Kirschen: enthalten Flavone und Mineralstoffe. Sie sind vor allem für junge Hunde wichtig, um den Aufbau der Knochen zu unterstützen. Achtung: Die Kerne müssen immer entfernt werden, da sie Blausäure enthalten.
  • Zitrusfrüchte: enthalten viel Vitamin C. sie sollten nur in kleinen Mengen verfüttert werden, da sie die Produktion von Magensäure anregen und so Erbrechen auslösen können.
  • Pfirsiche: enthalten Vitamine und Flavone. Sie wirken abführend und fördern die Nierenfunktion. Die Kerne sind giftig und müssen immer entfernt werden.

Schritt 9: Getreide

Liefert Energie und pflanzliches Eiweiß. Maximal 5% der Tagesration sollte aus Getreide bestehen. Weizen führt zu einer verstärkten Immunglobulin- E Bildung und fördert die Entstehung von Allergien.

Manche Hunde reagieren außerdem unverträglich auf Gluten, sie leiden unter Erbrechen, Blähungen und Durchfall. Möchtest du dem Hundefutter Getreide zusetzen, da dein Hund sehr aktiv und auf zusätzliche Energielieferanten angewiesen ist, solltest du Hafer, Hirse oder Amaranth verwenden.

Achte darauf, die Menge möglichst gering zu halten.

Welche Lebensmittel sollen nicht verwendet werden

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte, wie Linsen, Bohnen oder Soja enthalten Phasin, das Schädigungen der Dünndarmschleimhaut verursacht. Dieses Gift kann durch eine Kochzeit von mindestens 30 Minuten zerstört werden. Es bleiben aber weitere Fermenthemmer enthalten, die Hülsenfrüchte für Hunde unverdauliche machen.

Paprika, Tomaten und Melanzani

Gehören zu den Nachtschattengewächsen und enthalten Solanin, das die Schleimhäute schädigt und Durchfall, Krämpfe, Lähmungen und Atemnot verursacht. Auch überreif sollten nur geringe Mengen dem Futter beigemischt werden.

Avocado

Enthalten Persin. Dieses Gift verursacht eine irreversible Schädigung des Herzmuskels und führt zum Herztod.

Knoblauch und Zwiebel

Quercetin und Allicin führen zu einer Zersetzung der roten Blutkörperchen, dein Hund wird anämisch, er setzt roten Harn ab.

Weintrauben und Rosinen

Sind für Hunde giftig und können Nierenversagen auslösen.

Wieviel Futter braucht dein Hund täglich

barfen hund

Die Futtermenge richtet sich nach bestimmten Faktoren, wie Rasse, Alter und Aktivität des Hundes und sollte 2 – 4% des Körpergewichts deines Hundes betragen.

Kleine Hunde erhalten im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Futter als große Hunde, da ihr Stoffwechsel aktiver ist. Trächtige und wachsende Hunde benötigen mehr Futter als Hunde mit normaler Aktivität.

Um ausgewogen zu barfen sollte der Fleischanteil in der Futterschüssel ungefähr 80% betragen. In den Fleischanteil werden auch Innereien, Fett und Knochen eingerechnet.

Der Rest setzt sich aus Gemüse, Obst und eventuell Milchprodukten zusammen. Getreide sollte nur in geringem Maß beigemischt werden.

Die Futtermenge kann auf den individuellen Bedarf abgestimmt werden. Nach der Kastration verwerten Hunde aufgrund der Hormonumstellung das Futter besser, hier kann der Gemüseanteil erhöht und der Fleischanteil gesenkt werden (60- 70% Fleisch und 30- 40% Gemüse)

Beispiel-Rezepte für tägliche Barf Rationen

Beispiel für einen Hund mit 10 kg und mittlerer Aktivität:

  • Futtermenge/ Tag: 300g
  • 180 g Rindfleisch
  • 40 g ungeputzter Pansen
  • 20 g Knochen
  • 30 g Zucchini
  • 20 g Karotten
  • 10 g Äpfel
  • 1 Löffel Kürbiskernöl

Beispiel für einen 30 kg Hund:

  • Futtermenge/ Tag 900g
  • 600 g Pferdefleisch
  • 100 g Hühnerrücken
  • 20 g Hüttenkäse
  • 60 g Zucchini
  • 50 g Karotten
  • 10g Rote Rüben
  • 20 g Salat
  • 30 g Äpfel
  • 10 g Erdbeeren
  • 1 Löffel Lachsöl

BARFEN Wochenplan: So könnt dein Plan aussehen

Barfenplan

So könntest du deinen Plan aussehen lassen

Hier siehst du anhand eines Beispiels, wie du deinen Hund (circa 10 kg Körpergewicht) eine Woche lang barfen kannst.

Tagesmenge 250 g bei einem normalgewichtigen Hund und normaler Aktivität

Die Tagesmenge sollte sich aus 75 g Muskelfleisch, 50 g Innereien, 55 g fleischige Knochen und Knorpel und 70 g Gemüse und Obst zusammensetzen.

Montag:

  • Hauptportion morgens: Geflügelfleisch, Geflügelleber, Zucchini, Karotten, Feldsalat, Apfel, Hanföl
  • Mittags: Joghurt mit Erdbeeren oder Himbeeren
  • Abends: gewolfte Hühnerhälse, Lunge, Karotten

Dienstag:

  • Hauptportion morgens: Rindfleisch, Rinderherz, Chinakohl, Gurke, Apfel, Reis
  • Mittags: magerer Hüttenkäse mit Heidelbeeren
  • Abends: Ochsenschlepp, Karotten, Leinöl

Mittwoch:

  • Hauptportion morgens: Geflügelfleisch, Rinderblut, Kürbis, Karotten, Kürbiskernöl
  • Mittags: Joghurt mit Apfel, Walnüssen
  • Abends: Hühnerrücken, Karotten

Donnerstag:

  • Hauptportion morgens: Pferdefleisch, Lunge, Karotten, Zucchini, grüner Salat, Distelöl
  • Mittags: Apfel, Birne
  • Abends: Rinderschlund, Karotten

Freitag:

  • Hauptportion morgens: Kaninchenfleisch, Reis, Zucchini, Rote Rüben, Karotten, Leinöl
  • Mittags: magerer Hüttenkäse mit Melone
  • Abends: fleischige Kalbsknochen

Samstag:

  • Hauptportion morgens: ungeputzter Pansen, Leber, Zucchini, Distelöl
  • Mittags: Banane, Apfel
  • Abends: Rinderschlund mit Fleischanteilen, Rindereuter

Sonntag:

  • Hauptportion morgens: Fisch, Karotten, Kohlrüben, Leinöl
  • Mittags: Melone, Erdbeeren
  • Abends: Lammrippen mit Fleischanteilen

Sämtliche Portionen können gegeneinander ausgetauscht werden. Wenn du möchtest, kannst du auch einen Fasttag einlegen (Montag bis Freitag)

Wie verwendest du einen Barf- Rechner

Im Internet werden viele verschiedene Barf- Rechner oder Barf- Futterpläne kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt.

Sie können dir helfen, deinen Hund ausgewogen und sicher zu ernähren, bis du die nötige Erfahrung hast.

Nach Eingabe von Körpergewicht, Alter und Aktivität wird die tägliche Futtermenge berechnet. Bei Welpen muss zusätzlich das Alter in Monaten und das ungefähre Endgewicht des Hundes angegeben werden.  Zusätzlich kannst du festlegen, ob du Knochen und Getreide füttern möchtest.

Das Ergebnis beinhaltet sowohl eine tägliche Ration als auch eine wöchentliche Ration, die genau in tierische und pflanzliche Anteile gegliedert ist. Du brauchst also nur mehr die Vorlieben deines Hundes für bestimmte Fleisch- und Gemüsesorten berücksichtigen.

Kannst du auch Welpen barfen?

Welpen barfen

Wie kann man einen Welpen barfen?

Welpen können ab der fünften Lebenswoche unmittelbar nach Absetzen der Muttermilch an eine Rohfleischfütterung langsam herangeführt werden. Die Mahlzeiten sollten aber auf drei bis vier Portionen/ Tag aufgeteilt werden.

Anfangs sollte nur fettarmes, mageres Fleisch gefüttert werden, das von den Welpen gut verdaut werden kann. Vermeide in den ersten Wochen die Fütterung von Knorpeln und Knochen.

Hat der Züchter die Welpen bereits gebarft, kannst du die gewohnte Ernährung fortsetzen. Haben die kleinen Hunde industrielle Fertignahrung bekommen, stelle die Fütterung schrittweise um.

Am Beginn der Umstellung wird nur eine der vier Mahlzeiten durch eine Barf- Mahlzeit ersetzt. Die Mahlzeit sollte leicht angewärmt werden.

Nach vier bis fünf Tagen kann bereits eine zweite Mahlzeit ersetzt werden. Der Fleischanteil wird schrittweise erhöht.

Mische nie Industriefutter und Barf- Mahlzeiten in einer Portion! Dies könnte zu Verdauungsproblemen, Blähungen und Bauchschmerzen führen, da die verschiedenen Futteranteile unterschiedlich lange im Magen und Darm verweilen.

Normalerweise verläuft eine sanfte Umstellung problemlos, anfangs ist eventuell die Konsistenz des Kots verringert. Sollte dein Hund mit starkem Durchfall reagieren, such unbedingt einen Tierarzt auf. Meistens liegt eine Infektion vor.

Ein Welpe benötigt pro Tag 5- 7% seines Körpergewichts als Futter. Für einen Welpen mit 10kg sind das 500 g Futter, das sich folgendermaßen aufteilen sollte: 400 g mageres Fleisch, 50 g Gemüse, wie Karotten, Zucchini und 50 g Reis. Kalbfleisch, Hühnerfleisch und Kaninchenfleisch sind durch den geringen Fettanteil gut verdaulich (nicht die Hühnerhaut füttern) Rinderherz ist sehr energiereich und gut für das Barfen von Welpen geeignet.

Welpen benötigen viel Kalzium für den Knochenaufbau und den Zahnwechsel. Mische daher gemahlene Eierschalen oder Knochen (gewolfte Hühnerhälse) unter das Futter. 2-3 mal/ Woche Kuheuter hilft ebenfalls, die Kalziumversorgung ausreichend zu gestalten.

Wechselt dein Welpe gerade die Zähne, kannst du Kalbsbrustknochen vor dem Füttern einfrieren. Durch Kauen an den kalten Knochen wird die schmerzhafte Entzündung des Zahnfleischs verbessert.

Achte darauf, deinen Welpen nicht zu eiweißreich zu füttern, damit er nicht zu schnell wächst. Es könnten sonst Probleme bei Knochen und Gelenken auftreten.

Meist ist dein Welpe, abhängig von der Rasse, nach dem Zahnwechsel ausgewachsen, verringere nun die Futtermenge auf die eines erwachsenen Hundes.

so geht barfen

Ist Barf- Futter auch als Fertigmenü erhältlich

Es gibt auf dem Markt viele Firmen, die Barf- Futter in Gläsern, Dosen oder tiefgekühlt in Wurstform anbieten. So erhältst du komplett ausgewogene Mahlzeiten, ohne täglich für deinen Hund kochen zu müssen. Diese Form der Ernährung ist auch gut für den Urlaub geeignet, da sie problemlos mitgenommen werden kann.

Ist Barfen für Welpen geeignet?

Ja, Welpen sollten so früh als möglich, ab der fünften Lebenswoche, an eine gesunde, natürliche Fütterung herangeführt werden.

Werden mit dem rohen Fleisch Parasiten übertragen?

Nein, Parasiten werden nicht mit rohem Fleisch übertragen. Außerdem erzeugt die Barf- Fütterung ein saures Milieu im Magen, das Parasiteneier abtötet.

Achtung nur bei rohem Schweinefleisch, mit dem das Aujeszky- Virus übertragen werden kann.

Kann mein Hund an Salmonellen erkranken, wenn ich rohes Geflügelfleisch füttere?

Eine Infektion mit Salmonellen ist unwahrscheinlich. Das Fleisch unterliegt bei der Produktion den gleichen Hygienebestimmungen wie für Menschen verwendetes Fleisch.

Wie viel Futter benötigt mein Hund am Tag?

Dein Hund benötigt circa 2- 4% seines Körpergewichts als Futtermenge/ Tag. Welpen benötigen 5%.

Welches Fleisch kann ich füttern?

Außer Schweinefleisch kannst du jedes andere Fleisch (Rind, Kalb, Lamm, Geflügel, Pferd, Känguru, Kaninchen) füttern. Auch die Fütterung von Fisch ist möglich.

Wieviel Fleisch soll ich füttern?

70- 80% der Futterration sollen aus Fleisch, Innereien und Knochen bestehen. Der Rest verteilt sich auf Gemüse und Obst. Am geringsten ist der Getreideanteil mit maximal 2%.

Welche Zusatzstoffe muss ich füttern?

Dein Hund benötigt essentielle Fettsäuren, die in Form von verschiedenen Ölen beigemischt werden.

Rinderblut sorgt für eine zusätzliche Versorgung mit Eisen, Kalzium und Eiweiß. Es ist in getrockneter oder tiefgefrorener Form erhältlich.

Seealgenmehl sorgt für gesunde Zähne und beseitigt störenden Mundgeruch.

Welche Knochen darf ich füttern?

Knochen müssen immer roh gefüttert werden, damit sie nicht splittern. Am besten verwendest du Geflügelrücken, Hühnerhälse, Kalbsbrustbein oder Fleischknochen.

Möchtest du keine Knochen füttern, kannst du als Ersatz auch gemahlene, getrocknete Eierschalen verwenden, die deinen Hund ausreichend mit Kalzium versorgen und ein Gegengewicht zu dem hohen Phosphorgehalt in rohem Fleisch bilden.

Welche Leckerchen darf ich füttern?

Lunge, Herz, Pansen, Hühnerflügel können in getrockneter Form als Leckerchen gefüttert werden.

Wie teuer ist Barfen?

Barfen ist oft sogar billiger, als industrielle Futtermittel und du kennst alle Inhaltsstoffe genau.

Welche Vorteile hat Barfen für meinen Hund?

Du kannst deinen Hund mit biologischem, gesundem und artgerechtem Futter versorgen und dich dabei ganz nach seinen Geschmacksvorlieben richten. Dein Hund wird ein schönes, glänzendes Fell haben, er wird weniger anfällig für Krankheiten sein und weniger oft den Tierarzt aufsuchen müssen.

Er wird ein aktives, artgerechtes, gesundes Hundeleben führen können.

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Lea | Tiersinne Administrator
Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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