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Giardien bei Hunden –  5 Symptome & Behandlungsmöglichkeiten bei Hunden

Hunde sind die liebsten Begleiter des Menschen. Sie sind einfach nur da, trösten in schwierigen Situationen oder Krankheiten und sind schon mit kleinen Aufmerksamkeiten zufrieden. Doch was ist, wenn Ihr lieber Vierbeiner plötzlich krank wird? Er fühlt sich nicht wohl, ist geschwächt und mag so sich gar nicht mehr viel bewegen. Nun ist der Gang zum Tierarzt dringend notwendig, damit ihm geholfen wird. Nach ausführlicher Untersuchung wird festgestellt, dass Ihr Hund Giardien hat, eine Infektionskrankheit, die sehr heimtückisch sein kann.

Was sind Giardien?

Es gibt mittlerweile rund 41 verschiedene Arten von Giardien, wobei jedoch beim Hund meist nur die Giardien-Art Intestinalis oder Duodenalia zu finden ist. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um kleine Dünndarmparasiten, die mittlerweile weltweit auftreten. Diese birnenförmigen Geißeltierchen bevorzugen überwiegend die Darmschleimhaut, an der sie sich festsetzen. Die Giardien vermehren sich dort millionenfach und werden als Parasitenpaar in einer schützenden Umhüllung über den Kot dann ausgeschieden. Dieses Paar ist auch bekannt unter dem Namen Zysten, die problemlos monatelang unter bestimmten Bedingungen in der Natur überlegen können. Bei den Giardien handelt es sich um äußerst resistente Tiere, die weder durch Chlor noch durch eine UV-Strahlung getötet werden können. Ausgesprochen wohl fühlen sich die Giardien im Wasser, beispielsweise in einer Pfütze, über die der Hund diese dann aufnimmt.

Was sind die Symptome bei einer Giardien-Erkrankung?

Die Giardien-Erkrankung betrifft in der Regel kranke und geschwächte Tiere sowie Welpen, die noch alles fressen und trinken. Gesunde Hunde können zwar auch infiziert werden, allerdings handelt es sich dabei um eine symptomlose Infektion. Die Giardienzysten werden von ihnen meist direkt wieder ausgeschieden, ohne dass eine Erkrankung auftritt. Folgende Symptome können sich bei erkrankten Hunden zeigen:


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  • Bauchkrämpfe, Blähungen und Erbrechen
  • Blutiger Durchfall (auffällig helle Färbung und unangenehmer Geruch)
  • Gewichtsabnahme
  • Schlechter Allgemeinzustand
  • Glanzloses Fell
  • Hautentzündungen

Je nach Konstitution des Tieres sind die Symptome oftmals nicht langanhaltend, so dass sich der Verdacht einer Giardien-Erkrankung gar nicht stellt. Das hat zur Folge, dass sich die Giardien fest im Darmbereich einnisten und die Infektion voranschreitet. Auffallend ist allerdings, dass sich das Gewicht von deinem Hund weiterhin verringert, obwohl die Futteraufnahme sich nicht verändert hat.

Als kleiner Hinweis lässt sich hierbei sagen, dass Kohlenhydrate die typischen Symptome einer Giardien Erkrankung fördert. Dadurch lässt sich für Hundehalter leichter feststellen, ob ein Giardien-Befall vorhanden ist. Eine Behandlung ist in jedem Fall zwingend notwendig, da Giardien ansteckend sind. Die Inkubationszeit beträgt hierbei meist mehr als zehn Tage.

Ursachen für eine Giardien-Erkrankung

Wie bereits erwähnt, vermehren sich die Giardien im Darmbereich und werden als Zystenpaar über den Kot wieder ausgeschieden. Ausgesprochen wohl fühlen sich die Giardien im Wasser. Dein Hund kann sich somit über infiziertes Wasser, über Kot oder über die Nahrung anstecken. Es kann sogar schon völlig ausreichend sein, wenn dein Hund die Schnauze eines erkrankten Tieres ableckt, um sich selber anzustecken. Ist dein Hund an den Giardien erkrankt, ist nicht nur eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt notwendig, sondern auch eine außerordentliche Hygiene im Haushalt zu beachten.

Schulmedizinische Behandlung von Giardien

Sobald du den Verdacht hast, dass dein Hund sich mit Giardien angesteckt hat, solltest du dringend den Tierarzt aufsuchen. In der Regel werden vom Tierarzt verschiedene Antiparasitika eingesetzt, um die Infektion zu stoppen. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um potente Antibiotika, die allerdings auch unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen können. Hauptsächlich werden zur Behandlung eingesetzt:

  • Fenbendazol (Panacur)
  • Febantel
  • Metronidazol
  • Albendazol

Die Behandlung des erkrankten Tieres kann manchmal überaus frustrierend sein, denn nicht immer schlägt sie erfolgsversprechend an. Das muss nicht unbedingt ausschließlich am Präparat liegen, sondern kann auch im Zusammenhang mit einer unzureichenden Hygiene liegen.

Die meisten Tierärzte verwenden im Rahmen der Schulmedizin für die Behandlung eine Kombination aus Panacur und Metronidazol, da beide Präparate relativ schonend wirken, ohne dass der Allgemeinzustand des Tieres noch verschlechtert wird. Allerdings sollten diese Präparate nicht bei einem Leberschaden oder einem Nierenproblem angewendet werden.

Homöopathische Behandlung bei der Giardien Erkrankung

Die Homöopathie ist sicherlich umstritten und doch zeigt sich, dass sie bei einigen Erkrankungen durchaus helfen können. Allerdings sollte dabei auf schulmedizinische Maßnahmen nicht vollständig verzichtet werden. Gerade bei Darminfektionen benötigt die Schulmedizin für eine Heilung überaus lange, so dass der Allgemeinzustand sich dabei zusehends verschlechtert.

Um dem Vorzubeugen kann die Alternativmedizin parallel dazu angewendet werden, um beispielsweise die körpereigene Abwehr zu stärken und um den Parasiten den Kampf anzusagen. Eine homöopathische Behandlung kann auch dann durchgeführt werden, wenn eine Nieren- und Leberschädigung vorhanden ist, da diese Präparate ausschließlich auf natürlicher Basis hergestellt werden. Enterogan ist beispielsweise ein natürliches Pflanzenkonzentrat, welches die Darmflora deines Hundes schützt und eine weitere Vermehrung der Darmparasiten unterbindet. Bei einer hartnäckigen Infektion können auch typische Darmmittel gegeben werden. Hierbei handelt es sich um:

  • Cina D4
  • Calcium Carbonicum D200
  • Flor de Piedra C30-C200

Hygiene bei einem Giardien-Befall

Giardien sind überaus überlebensresistent und lassen sich nur schwer vernichten. Sollte dein Hund mit Giardien infiziert sein, sind hohe hygienische Vorschriften zu beachten, damit überhaupt eine erfolgreiche Behandlung möglich ist. Dazu gehören:

Decken und Kissen, auf denen dein Hund immer liegt, sollten täglich bei mindestens 60° C gewaschen werden. Das gilt auch für Spielzeuge oder Näpfe, um auch dort den Infektionsherd auszulöschen.
Sämtliche Böden in der Wohnung sollten ebenfalls mit einem Dampfgerät oder mit Desinfektionsmitteln täglich gereinigt werden.
Das Trocknen der Böden ist im Anschluss immens wichtig, da Giardien feuchte Bereiche lieben und sich sonst weiter vermehren können.

Der Afterbereich deines Hundes ist täglich mit einem Shampoo zu reinigen.
Da Fliegen die lästigen Parasiten ebenfalls übertragen können, sollte während dieser Zeit kein Futter stehenbleiben. Auch der Wassernapf ist ausreichend vor den Fliegen zu schützen.
Wer noch kleine Kinder im Haus hat, sollte darauf achten, dass der Hund das Kinderspielzeug nicht in die Schnauze nimmt, um eine Übertragung zu vermeiden.

Wer zusätzlich Katzen hat und somit Katzentoiletten in der Wohnung stehen hat, sollte ebenfalls täglich das Einstreu wechseln und die Toiletten gründlich desinfizieren.

Wer sich genau an die Hygienevorschriften hält und den Hund dazu parallel behandelt, wird die Erkrankung zeitnah wieder in den Griff bekommen und einen fröhlichen und ausgeglichenen Hund zurückbekommen.

Wie kann ich Giardien vorbeugen?

Grundsätzlich ist es relativ schwierig dieser Erkrankung vorzubeugen. Mit einer guten Hygiene lässt sich jedoch bereits einiges im Vorfeld vermeiden. Allerdings ist das auch nur bedingt möglich. Da dein Hund sich häufig draußen aufhält und er Kontakt mit anderen Hund hat, ist eine Infektion nicht unbedingt vollkommen auszuschließen. Hunde mit einem besonders starken Immunsystem werden mit der Infektion wenig bis gar keine Probleme bekommen. Welpen oder krankheitsbedingt angeschlagene Hunde haben hingegen damit schon größere Schwierigkeiten. Eine direkte und ausreichende Vorbeugemaßnahme gibt es somit leider nicht.

Was passiert bei einer Nichtbehandlung durch eine Giardien Infektion?

Wie bereits erwähnt, betrifft die Infektion hauptsächlich Welpen oder bereits kranke und geschwächte Hunde. Wird eine Giardien Infektion erkannt, aber nicht behandelt, kann es dazu führen, dass ihr geliebter Vierbeiner daran stirbt. Sie nehmen in der Regel ausreichend Futter zu sich, doch die Giardien sorgen dafür, dass sie trotz allem radikal an Gewicht verlieren und letztendlich an Auszehrung sterben. Selbst bei einem Hund, welcher keinerlei Symptome zeigt, kann die hochinfektiöse Erkrankung böse Folgen haben. Das bezieht sich nicht nur auf andere Tiere, sondern auch auf die ganze Familie.

Können Giardien auf Menschen übertragen werden?

Grundsätzlich ist eine Übertragung durchaus möglich. Beim Menschen lässt sich die Erkrankung in etwa mit einer Reisekrankheit vergleichen, die sich durch Durchfall zeigt.
Wie bereits anfangs erwähnt, gibt es verschiedene Typen bei der Giardien Infektion, so dass eine Übertragung absolut vorkommen kann. Dabei handelt es sich um eine besondere Spezies, die sowohl deinen Hund als auch dich selber befallen kann.
Nun kommt wiederum eine hohe Hygiene ins Spiel. Sollte der Hund mit Giardien befallen sein, ist in jedem Fall auf eine gründliche Hygiene zu achten, damit eine Übertragung nicht möglich ist. Es kommt zwar im Grunde genommen recht selten vor, doch sollte immer davon ausgegangen werden, dass es passieren kann.

Fazit

Das Thema Giardien ist nicht unbedingt neu, denn es gibt die lästigen Parasiten schon einige tausend Jahre. Auch wenn die meisten Hunde nicht an dieser Infektion erkranken, kann es aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Als vorbeugende Maßnahme reicht bereits eine Förderung der Darmflora sowie eine hochwertige Fütterung. Sollte dein Tier dennoch an Giardien erkranken, suchst du am besten direkt deinen Tierarzt auf, so dass eine sofortige Behandlung eingeleitet werden kann. Wenn jetzt noch die hygienischen Vorschriften ausreichend eingehalten werden, dürfte dein Hund in kürzester Zeit wieder gesund und fit sein. Allerdings bedarf es ein wenig Zeit und Geduld, bis dein Hund wieder vollkommen genesen ist.

Lea | Tiersinne Administrator
Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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