Giftige Pflanzen für Hunde – 33 giftige und tödliche Pflanzen

Dein Hund frisst immer wieder Gras und knabbert auch gerne an verschiedenen Pflanzen. Dann lauern sowohl beim Spaziergang in der freien Natur, als auch in der Wohnung einige Gefahren auf ihn.

Vor allem junge Hunde sind gefährdet, weil sie ihre noch unbekannte Umgebung durch Kauen erkunden wollen. Und nagt dein Hund einmal an einer Wurzel, genügt dies schon, um Vergiftungserscheinungen auszulösen. Ist dann die Ursache der Vergiftung nicht sofort bekannt, kann dieses Abenteuer tödlich für deinen Hund enden.

Hier findest du Informationen, welche Pflanzen für deinen Hund giftig sind, und welche Pflanzen du unbedenklich im Garten oder in der Wohnung aufstellen kannst.

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Wie kann dein Hund Pflanzengift aufnehmen

Durch Zerkauen der Pflanze, oder Nagen an der Wurzel kann das Gift über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Die giftige Pflanze kann verschluckt werden, die Giftwirkung entfaltet sich über den Magen. Manche Pflanzen besitzen Kontaktgifte, die Aufnahme erfolgt über die Haut durch Berührung (Bärenklau)

Dein Hund atmet das Gift ein (ursprüngliche Formen von Weihnachtssternen)

Die Pflanze gibt ihr Gift über Stachel oder Nesseln ab.

Wie erkennst du die Vergiftung bei deinem Hund

Die Symptome sind abhängig von dem aufgenommenen Pflanzengift. Sie reichen von Hautekzemen, Atemnot, Krämpfen, schweren Durchfällen und Erbrechen, beschleunigtem Herzschlag, bis zu neurologischem Erscheinungen, wie Taumeln und Bewusstlosigkeit. Bei einer Vergiftung handelt es sich immer um einen Notfall. Bring deinen Hund deshalb immer sofort zu einem Tierarzt. Findest du noch Reste der Pflanze, nimm diese mit, damit die Ursache der Vergiftung leichter bestimmt werden kann.

Für Hunde giftige Zimmerpflanzen

Niemand würde offen in einer Wohnung Gift auslegen. Aber auf die tödliche Schönheit auf der Fensterbank wird gerne vergessen.

  1. Zyklame- Alpenveilchen

Wird die giftige Knolle von deinem Hund angeknabbert, treten Koliken, Atemlähmung, Erbrechen, Krämpfe und Kreislaufstörungen auf.

  1. Amaryllis

Die Blumenzwiebel ist besonders giftig. Ihr Gift wird vor allem durch die Mundschleimhaut, aber auch durch Kontakt über die Haut aufgenommen. Dein Hund erbricht, hat Durchfall, Herzrhythmusstörungen. Er zittert und leidet unter Krämpfen.

  1. Weihnachtsstern

Werden Blätter abgebrochen, sondern sie einen weißlichen Milchsaft ab. Dieser kann bei Kontakt zu schweren Hautreizungen führen. Werden die Blätter und Stiele angeknabbert, bewirkt das Gift im Verdauungstrakt Entzündungen mit Erbrechen, Durchfall und Koliken. Die ursprünglichen Pflanzen aus Südamerika sondern zusätzlich ein Gas ab, das Reizungen der Atemwege verursacht. Bei den europäischen Züchtungen wird das Gas nicht mehr an die Luft abgegeben.

  1. Christusdorn

Der Milchsaft in der Pflanze reizt die Magenschleimhaut deines Hundes. Koliken und Erbrechen sind die Folge. Gelangt der Milchsaft in die Augen deines Hundes, entsteht eine starke Reizung der Bindehäute, zeitweise Blindheit kann auftreten.

  1. Flamingoblume

Bei dieser Pflanze sind vor allem die Blätter und Stiele sehr giftig für deinen Hund. Das Gift verursacht starken Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall. Durch Schwellung der Schleimhaut im Rachenbereich treten Schluckbeschwerden auf.

  1. Gummibaum

Die gesamte Pflanze (Blätter, Wurzeln, Stiele) ist giftig für deinen Hund. Der Saft verursacht Erbrechen und Durchfall.

  1. Wurmfarn und Palmfarn

Hier sind vor allem die Samen, aber auch die Blätter giftig. Der Verzehr bewirkt schwere Koliken und Durchfall. Früher wurde Wurmfarn zum Austreiben von Darmparasiten genutzt, wegen der schweren Nebenwirkungen war diese Behandlungsmethode aber immer gefährlich für die Hunde.

  1. Azalee

Alle Azalee- Arten sind sehr giftig. Die Blüten enthalten ein Gift, das rauschartige Zustände verursacht. Speicheln, Erbrechen, Taumeln, Apathie und Koma sind die Folge.

  1. Calla

Diese Giftpflanze ist besonders gefährlich für Hunde. Sie verursacht Reizungen der Mundschleimhaut, Taumeln, Krämpfe, Atemstillstand und Tod.

  1. Chrysanthemen

Die farbigen Spätsommerblumen lösen durch Kontakt Hautreizungen aus. Isst dein Hund die Blüten, leidet er unter Erbrechen, Durchfall und Verlust des Gleichgewichts.

  1. Lilien

Alle Lilienarten sind giftig. Die Aufnahme des Gifts löst nicht nur Durchfall aus, die Niere wird stark geschädigt, der Tod tritt durch akutes Nierenversagen ein.

  1. Einblatt- Aronstab

Durch Kontakt werden die Haut und die Schleimhäute deines Hundes verätzt.

  1. Chili

Chilipflanzen sind in letzter Zeit in Mode gekommen. Sie gehören zu den Nachtschattengewächsen. Wird das Solanin von deinem Hund aufgenommen, werden schwere Vergiftungserscheinungen ausgelöst.

  1. Aloe vera

Die beliebte Heilpflanze hat auch ihre Schattenseiten. Sie löst bei Hunden Hautreizungen und Verdauungsstörungen aus.

  1. Philodendron

Werden die Blätter der Pflanze gefressen, entstehen Reizungen der Schleimhaut, Übelkeit und Erbrechen.

  1. Yucca Palme

Die Yucca Palme sondert bei Kontakt ein Zellgift ab. Stiche sich dein Hund mit den Spitzen der Blätter in die Haut, oder sogar in die Augen, bilden sich schlecht abheilende Geschwüre, die in regelmäßigen Abständen immer wieder auftreten.

  1. Dieffenbachie

Alkaloide und Saponine gelangen über Giftpfeile der Pflanze in die Haut und die Augen. Schleimhautreizungen, Durchfall, Atemnot und Schluckbeschwerden sind die Folge.

Für Hunde giftige Gartenpflanzen

  1. Blauer Eisenhut

Diese Pflanze gehört zu den giftigsten Pflanzen in Europa. Die Knollen enthalten Aconitin. Das Alkaloid verursacht Speichelfluss, Erregung, Vergrößerung der Pupillen, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen und Lähmungen. Knabbert dein Hund an der Wurzel ist das für ihn tödlich.

  1. Tollkirsche

Tollkirschen enthalten Atropin und Scopolamin und sind für deinen Hund tödlich. Die Pupillen deines Hundes sind erweitert, die Schleimhäute trocken, die Körpertemperatur steigt an. Liegt eine starke Vergiftung vor, stirbt dein Hund unter Krämpfen.

  1. Efeu

Efeu wird oft an Hausmauern gepflanzt, um das Raumklima positiv zu beeinflussen. Giftig sind vor allem die Beeren, die Saponine enthalten. Sie verursachen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit.

  1. Eibe

Die Nadeln und Samen der Eibe enthalten Taxin. Dieses Gift ist für deinen Hund absolut tödlich. Dein Hund zeigt Durchfall, Erbrechen und stirbt an einer Atemlähmung. Nur die Beeren der Eibe sind frei von Giftstoffen.

  1. Thuja

Alle Thuja- Sorten sind für Hunde giftig. Die Zweige enthalten Thujon, das Durchfall und Leberschäden verursacht. Die Nierenfunktion wird beeinträchtigt, dein Hund setzt vermehrt unkonzentrierten Harn ab, die Schadstoffe können nicht aus dem Blut gefiltert werden.

  1. Narzisse

Die gesamte Pflanze ist giftig, vor allem in der Zwiebel ist Lycorin enthalten. Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Zittern und Herzrhythmusstörungen treten auf. Wenn du Narzissen in eine Blumenvase stellst, achte darauf, das Wasser anschließend zu entsorgen, es enthält ebenfalls Giftstoffe.

  1. Ritterstern

Enthält ebenfalls Lycorin.

  1. Maiglöckchen

Maiglöckchen enthalten Glykoside, die Durchfall, Erbrechen, Krämpfe und Verlangsamung der Herzfrequenz verursachen. Wenn nur mehr die Blätter der Maiglöckchen sichtbar sind, können sie leicht mit Bärlauch verwechselt werden. Hunde können nicht anhand des Geruchs zwischen Bärlauch und Maiglöckchen unterscheiden.

  1. Kirschlorbeer

Der Kirschlorbeer wird gerne als Hecke gepflanzt. In den Blättern und Früchten ist Prunasin, ein Glykosid enthalten, das Übelkeit und Lähmungen verursacht.

  1. Hortensien

Hortensien enthalten Blausäureverbindungen und Saponine. Sie sind aber nur schwach giftig. Frisst dein Hund von der Hortensie, leidet er unter blutigen Durchfällen und Kreislaufstörungen.

  1. Ficus

Im Milchsaft des Ficus sind Cumarine und Flavonoide enthalten, die Durchfall und Erbrechen verursachen können.

  1. Hyazinthen

Die Blumen enthalten Giftstoffe, die die Schleimhaut reizen und Erbrechen und Durchfälle auslösen.

  1. Tulpen

Die Zwiebel enthält Tulipanin, ein Gift, das Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall hervorruft.

  1. Hibiskus

Hibiskus ist ein Sonderfall, er enthält keine Giftstoffe und wird daher häufig in der Naturheilkunde verwendet. In den Pflanzenteilen finden sich verschiedene Säuren, Flavonoide, Anthocyane, Pektine und Schleimstoffe. Wird die Pflanze über einen längeren Zeitraum von deinem Hund gefressen, können durch den hohen Säuregehaalt Reizungen des Magen- Darmtraktes entstehen.

  1. Flieder

Die Fliederblüten verströmen einen betörenden Duft. Das Glykosid Syringin hemmt Entzündungen und senkt Fieber. Die ätherischen Öle verursachen Atembeschwerden, durch Kontakt können bei Allergikern Ekzem entstehen.

  1. Stechapfel

Der Stechapfel enthält Atropin und Scopolamin. Seine Vergiftungserscheinungen sind der Vergiftung mit Tollkirschen ähnlich.

Welche Giftpflanzen sind für deinen Hund tödlich

Vergiftungen mit Dieffenbachie, Blauem Eisenhut, Christrose, Eibe, Stechapfel, Maiglöckchen, Herbstzeitlose, Rhododendron und Tollkirsche können bei deinem Hund schon bei der Aufnahme geringer Giftmengen tödlich verlaufen.

Welche Pflanzen sind für Hunde ungiftig

giftige pflanzen für hunde

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Eine Vielzahl von Pflanzen ist für Hunde nicht giftig, sie können also problemlos im Garten gesetzt, oder auf der Fensterbank und in der Blumenvase bewundert werden.

Fuchsien, Geranien, Hibiskus, Astern, Bambus, Dahlien, Erika, Geranien, Lavendel, Salbei, Stiefmütterchen, Rosen, Vergißmeinnicht, Bartnelke, Ringelblumen und Lampionblumen sind nur einige davon. Oft besitzen diese Pflanzen Heilkräfte und werden in der Naturheilkunde eingesetzt.

Wie kannst du verhindern, dass dein Hund giftige Pflanzen frisst

Vermeide es Giftpflanzen in der Wohnung aufzustellen. Fertige dir vor deinem Einkauf eine Liste an, welche Pflanzen für deinen Hund giftig sein können. Solltest du dennoch in der Wohnung solche Pflanzen aufstellen, suche einen Ort, der für deinen Hund unerreichbar ist.

Im Garten kannst du Giftpflanzen mit einem Zaun absichern. Zusätzlich solltest du deinen Hund darauf trainieren, dass er bestimmte Pflanzen nicht fressen darf.

Bewegst du dich mit deinem Hund im freien Gelände, behalte ihn immer in Sichtweite, damit du ihn rechtzeitig zurückrufen kannst, wenn du giftige Pflanzen entdeckst.

Zusammenfassung

Viele Pflanzen im Garten und Zimmerpflanzen sind für deinen Hund giftig. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Du findest im Internet und bei Giftzentralen Listen giftiger Pflanzen.

Achte darauf, immer Kohletabletten vorrätig zu haben, um sie deinem Hund im Bedarfsfall als Erste Hilfe Maßnahme verabreichen zu können. Suche anschließend sofort einen Tierarzt auf, damit dein Hund ein vielleicht benötigtes Gegengift so schnell wie möglich erhält.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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