Hund erbricht Blut – 11 Ursachen, Symptome und Behandlung

Hat dein Hund schon einmal oder mehrmals Blut gebrochen? War auch der Kot rötlich gefärbt?

In diesem Artikel findest du Informationen über die Ursachen für das Erbrechen von Blut, und warum du auf alle Fälle so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen solltest.

Was ist Hämatemesis

Unter Hämatemesis versteht man das Erbrechen von frischem oder verdautem Blut.

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Ursachen

Die Ursachen für das Erbrechen von Blut können sehr vielseitig sein.

  1. Befinden sich im Erbrochenen nur einige Tropfen hellrotes Blut, könnte dein Hund an einer Zahnfleischentzündung oder einer Verletzung im Mundbereich leiden. Auch Tumore auf der Mundschleimhaut können Blutungen verursachen.
  2. Ist die Speiseröhre (Ösophagus) verletzt, finden sich im Erbrochenen größere Mengen an Blut, das oft bereits geronnen ist. Die Blutklümpchen werden von deinem Hund gemeinsam mit Nahrungsbestandteilen und weißem Schaum erbrochen.
  3. Besteht eine Magenblutung oder ein Magengeschwür ist das Erbrochene mit braun- schwarzen, kaffeeartigen Massen vermischt.
  4. Auch innere Erkrankungen, wie Entzündungen der Leber oder der Bauchspeicheldrüse können Erbrechen von Blut auslösen.
  5. Fremdkörper (Steine, große Knochenbestandteile, Hölzer), die dein Hund abgeschluckt hat, bleiben anfangs im Magen liegen und verursachen eine Reizung der Magenschleimhaut. Durch die Entzündung wird noch mehr Magensäure gebildet, die Schleimschicht schützt die Magenschleimhaut nicht mehr ausreichend. Es kommt zu Blutungen aus kleineren Gefäßen, dein Hund erbricht weißen Schaum mit Blut.
  6. Eine häufige Ursache für das Erbrechen von Blut ist eine Vergiftung. Rattengift auf der Basis von Dicumarinen stört die Blutgerinnung im Körper deines Hundes. Das Gift greift die inneren Organe an, dein Hund verblutet langsam.
  7. Auch Frostschutzmittel und Pestizide können eine Störung der Blutgerinnung verursachen.
  8. Ebenso können Traumata (Verletzungen), Hitzschlag, oder schwere Verbrennungen Erbrechen von Blut auslösen.
  9. Viruserkrankungen, wie Parvovirose, sind ebenfalls von blutigem Erbrechen begleitet.
  10. Bluterbrechen kann auch auf einen Milztumor hinweisen. Bei Vorliegen dieses Tumors zeigt dein Hund auch weniger Appetit, Veränderungen des Verhaltens und Durchfall.
  11. Bemerkst du also Blut im Erbrochenen deines Hundes, kann es sich um eine ernste, eventuell tödlich verlaufende Erkrankung handeln. Du solltest daher immer sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Symptome

  1. Dein Hund ist anfangs unruhig und läuft ständig herum. Falls er die Gelegenheit hat, wird er versuchen, Gras zu fressen. Er beginnt zu zittern und hechelnd zu atmen. Der Kopf ist gesenkt. Unter starken Kontraktionen der Bauchmuskulatur würgt dein Hund Mageninhalt heraus.
  2. Liegt eine Hämatemesis vor, ist der Mageninhalt mit hellrotem, oder angedautem, schwarzen Blut durchmischt.
  3. Während des Erbrechens kann dein Hund auch Bauschmerzen aufweisen.
  4. Erbricht dein Hund öfter Blut, oder treten ständig Blutungen in den Magen auf, kann durch die Blutverluste eine Anämie entstehen, die Schleimhäute deines Hundes sind blass, er wirkt ruhig, teilweise sogar apathisch und spielt nicht mehr so gerne.

Diagnose

Störungen der Blutgerinnung können durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. Hat dein Hund Rattengift gefressen, ist die Zahl der Blutplättchen stark verringert, die Blutgerinnung funktioniert nicht mehr. Bei einer vorliegenden Anämie werden viele jugendliche Entwicklungsformen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) nachgewiesen, da der Körper versucht,   Blutverluste auszugleichen.

Sind die Leberwerte erhöht, deutet dies auf eine Vergiftung, oder eine Erkrankung der Leber hin.

Mit Röntgen und Ultraschall können Entzündungen, Geschwüre und Verletzungen im Bereich der Speiseröhre und des Magens dargestellt werden.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung. Wichtig ist, deinen Hund sofort zu einem Tierarzt zu bringen, da bei Vergiftungen oft jede Sekunde zählt. Dein Hund wird Infusionen und Medikamente erhalten, die die Blutgerinnung fördern. Eventuell ist die Verabreichung von Antibiotika nötig.

  • Hat dein Hund Gift gefressen, wird er mit einem Gegengift behandelt.
  • Liegt ein Milztumor vor, muss die Milz operativ entfernt werden.

Achtung: Du solltest deinem Hund kein Cortison ohne Rücksprache mit einem Tierarzt eingeben, da Cortison Magenblutungen verstärkt.

Homöopathie:

  • Arsenicum album D6: bei Vergiftungen und starken Reizungen der Magenschleimhaut
  • Ipecacuanha D6: bei Blutungen in den Magen- Darmtrakt

Was kannst du für deinen Hund tun

Du solltest deinen Hund auf alle Fälle sofort zu einem Tierarzt bringen, um schwere Erkrankungen auszuschließen und schnellstmöglich eine Behandlung durchführen zu lassen.

Achte darauf, dass dein Hund keine Fremdkörper oder Rattengift frisst.

Füttere Schonkost mit gekochtem Hühnerfleisch, um die Magenschleimhaut zu beruhigen. Füttere kleine Portionen über den ganzen Tag verteilt, damit der Magen deines Hundes nicht überlastet wird.

Gib deinem Hund dreißig Minuten vor der Fütterung flüssigen Magenschutz ein, der die Magenschleimhaut zusätzlich schützen kann.

Zusammenfassung

Bemerkst du, dass dein Hund Blut erbricht, suche immer, so schnell wie möglich, einen Tierarzt auf. Es könnte sich um ein Symptom einer schweren, eventuell lebensbedrohlichen, Erkrankung handeln. Je früher eine Behandlung einsetzt, desto besser sind die Chancen auf vollständige Heilung.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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