Hund Gähnt – 3 Ursachen für das Hundegähnen

Hunde gähnen. Das ist uns nichts Neues und natürlich gähnen auch wir Menschen. Hauptsächlich dient das Gähnen der Sauerstoffzufuhr, unter Umständen hat es also nichts mit Müdigkeit, sondern lediglich mit einem Mangel an Sauerstoff zu tun. Es gibt aber auch andere Gründe für ausgiebiges Gähnen.

Gähnen als Zeichen von Müdigkeit

Gähnen ist ein kurzweiliges Mittel, möglichst viel Sauerstoff in den Körper zu ziehen und dem Sauerstoffmangel entgegen zu wirken.

Wenn sich nach Aktivitäten Ruhephasen anschließen, sinkt auch mit der Pulsfrequenz der Sauerstoffgehalt im Blut, denn es versorgt den Körper mit frischem Sauerstoff und Nährstoffen.

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Auch während körperlich anspruchsvoller Tätigkeiten gähnen Hunde, um möglichst schnell und effektiv einen Frischekick zu bekommen, wenn die Energiereserven zu Ende gehen.

Gähnen als Übersprungshandlung

Eine Übersprungshandlung ist eine Tätigkeit, die nicht einem Ziel entgegenstrebt und nicht in Verbindung mit vorherigen Handlungen steht.

In diesem Fall hat das Gähnen rein gar nichts mit Müdigkeit oder einem eventuell bestehenden Sauerstoffmangel zu tun. Es ist vielmehr ein Zeichen für Verlegenheit oder der Suche nach einer Lösung für eine Situation, die deinen Hund überfordert. Stelle dir einmal vor, dein Hund bellt eine Schaufensterpuppe an, und diese zeigt ja bekanntlich keine Reaktion. Das überfordert den Hund aber und er weiß sonst nichts zu tun, als zu gähnen.  Eine andere Situation wäre, dass du deinen Hund aufforderst, etwas sofort zu tun, was ihn allerdings überfordert.

Gähnen als Calming Signal

Die Bedeutung des Hundegähnens

Die Bedeutung des Hundegähnens

Hunde kommunizieren, genauso wie wir auch mit ihrer Mimik und Gestik. Das Gähnen ist neben dem Schnauzelecken und Ohrenanlegen ein weiteres mimisches Mittel, sich dem Gegenüber mitzuteilen. Das ein anderer Hund das Gähnen durchaus versteht ist ja schön und gut. Aber für uns Menschen ist es mitunter recht schwierig zu verstehen, was die einzelnen mimischen Signale bedeuten könnten. Zu allererst müssen wir verstehen, dass es sich überhaupt um ein Signal handelt, das wir erkennen und deuten lernen müssen.

Das Gähnen ist mitunter ein Zeichnen dafür, dass dein Hund sich in einer Situation befindet, in der er sich sehr unwohl fühlt. Nun weiß deine Fellnase nicht, wie er aus dieser Situation wieder rauskommen soll und versucht dir mit Hilfe des Gähnens zu zeigen, dass er einer Eskalation lieber entgegenwirken möchte.

Solche Situationen können zum Beispiel sein:

  • Dein Hund folgt einer Spur und verschwindet in den Büschen. Du schimpfst nun mit ihm und er versteht gar, warum du dich so aufregst. Unsichere Hunde versuchen dich nun zu beschwichtigen, indem sie sich verlegen über die Schnauze lecken.
  • Dein junger Hund pieselt auf den weißen Teppich. Du meckerst nun gehörig mit ihm, in dem Glauben, dass er sich das merkt. Nur weiß er gar nicht, warum du noch mit ihm schimpfst, weil er das Pinkeln gar nicht mehr mit dem Schimpfen in Verbindung bringen kann. Nun gähnt er, um dich zu beschwichtigen.

Bevor du dich über deinen Hund ärgerst, weil er ein unerwünschtes Verhalten zeigt, versuchst du besser mal herauszufinden, in welcher Situation er gerade ist. Informiere dich über calming signals, die für das Verstehen deines Hundes essentiell sind und eure Bindung zueinander stärken werden.

 

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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