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Warum leckt mein Hund sich die Pfoten?

Bei deinem Hund dient das Pfotenlecken nicht etwa der Reinigung, wie es bei Katzen der Fall ist. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum ein Hund seine Pfoten leckt. Es muss nicht immer ein medizinischer Grund dahinterstecken, dass dein Hund sich die Pfoten leckt, durchaus möglich ist es bei einigen Symptomen dann aber doch.

Pfoten lecken als Angewohnheit

Wenn dein Hund seine Pfoten leckt gehen bei dir nicht gleich die Alarmglocken an. Oft handelt es sich nur um eine Angewohnheit, die oft mit Hilfe von ausreichend Bewegung und Auslastung unterbunden werden kann.
Einige Hunde neigen dazu, aufgrund von Langeweile die Pfoten zu lecken. Hier gilt der Grundsatz: Beobachten und Lernen. Beobachte, ob dein Hund seine Pfoten auch dann noch leckt, wenn er so richtig schön ausgepowert und zufrieden am Abend in seinem Körbchen liegt. Wenn ja, dann ist der Schlüssel eventuell mangelnde Bewegung. Wenn dein Hund sich aber weiterhin die Pfoten leckt und es Auffälligkeiten an den Pfoten gibt, dann gilt es, einen Tierarzt aufzusuchen.

Psychogene Hautkrankheit

Hunde, die es nur schwer ertragen können allein zu sein neigen gegebenenfalls zum Pfotenlecken. Auch Langeweile kann, wie bereits beschrieben, ein Auslöser dafür sein, dass der Hund sich ständig die Pfoten leckt.
Wer den Hund nicht ständig um sich hat erkennt das Problem aber an der veränderten Fellfarbe an den Pfoten. Gerade bei Hunden mit hellem Fell fällt die dunkle Behaarung an den Pfoten auf.
Beiden Auslösern kann man mit Erziehungsmethoden und einem großen Beschäftigungsangebot entgegenwirken.

Entzündete Haut der Pfoten

Wenn die Haut an den Pfoten sich entzündet, juckt sie sehr unangenehm. Um dem Abhilfe zu schaffen, leckt der Hund sich die Pfoten, der Speichel kühlt die entzündeten Stellen, sorgt aber auch dafür, Keime in die Wunde einzuführen.
Wenn dein Hund sich auch vermehrt die Pfoten leckt, empfiehlt sich der Tierarztbesuch. Durch einen entsprechenden Behandlungsplan kann deinem Hund nachhaltig geholfen werden.

Milbenbefall

Milben sind eine sehr unschöne Sache, die häufig auch Nager, Vögel und auch Reptilien befallen können. Sogar Fische sind vor ihnen nicht gefeit. Die Behandlungsmöglichkeiten sind aber oft gut umzusetzen und der Befund schnell durch den Tierarzt gestellt.
Die Demodexmilben sorgen für ein Ausfallen der Fellhaare. Sie siedeln sich im Fell an und werden besonders durch längerdauernde Cortisolbehandlungen und das Immunsystem schwächende Krankheiten begünstigt.

Hefepilze (Malassezien)

Auch Hunde können Allergien haben, zum Beispiel auf bestimmte Futtermittel oder Hausstaubmilben. Diese Allergien können dazu führen, dass sich Hefepilze ansammeln können und zusammen mit Bakterien in die Haut eindringen können.
Wenn eine Behandlung durch ein spezielles vom Arzt empfohlenes Shampoo auf Dauer keine Wirkung zeigt muss abgeklärt werden, ob tatsächlich eine Allergie die Ansammlung der eindringenden Hefepilze und Bakterien begünstigen.

Interdigitale Furunkulose

Wie auch wir Menschen können Hunde über Fehlstellungen der Füße oder Zehen leiden. Beim Hund ist es dann möglich, dass die Behaarung des Fells auch in Hautfalten vordringt, wo sich dann schmerzhafte Bläschen und Abszesse als Reaktion auf das in den Haaren befindliche Keratin bilden können.
Um hier Abhilfe zu schaffen behandelt der Tierarzt die Hundepfote mit einem Mittel, dass die abwehrende Reaktion auf das in den Haaren befindliche Keratin unterbindet.

Störende Fremdkörper in der Haut

Auch, wenn die Sohlen der Hundepfoten generell nicht sonderlich empfindlich sind, kann sich dein Hund auch mal etwas eintreten oder „einfangen“. Getreidegrannen sind nicht von Hand leicht zu entfernen, hier muss der Tierarzt oft chirurgisch ran.

Pfoten lecken – ab zum Tierarzt?

Wenn dein Hund sich auffällig verhält, humpelt oder es sichtbare Veränderungen am Fell rund um die Pfote gibt, ist der Tierarztbesuch unumgänglich. Die Ursachen können mitunter schnell und unkompliziert ermittelt werden. Ob es sich dabei um eine psychologisch bedingte Verhaltensweise geht, kann der Tierarzt noch am besten entscheiden.

Lea | Tiersinne Administrator
Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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