Mein Hund nimm nicht zu – Merkmale und 2 wichtige Tipps

Hunde sind uns Menschen in einigen Aspekten recht ähnlich. Mittlerweile werden bei Hunden auch ähnliche Krankheiten diagnostiziert, wie beim ihren zweibeinigen Besitzern. Ein Symptom für eventuelle Stoffwechselkrankheiten kann der Verlust von Gewicht oder auch das Unvermögen der Gewichtszunahme sein. Worauf Du achten solltest und ab wann es unabdingbar wird, einen Veterinär aufzusuchen, klären wir in diesem Beitrag.

Über- und Untergewicht beim Hund

Auch bei unseren lieben Fellnasen gibt es die Gefahr des Über- oder Untergewichtes. Beides kann Unverträglichkeiten oder Krankheiten als Ursache, aber auch als Folge haben. Damit dies nicht passiert, ist es ratsam, das Futter und die Futterzeiten auf die Bedürfnisse Deines Hundes anzupassen. Das gilt gleichermaßen für Hunde, die zum Übergewicht neigen, wie auch für das Gegenteil.

Ein eventuelles Untergewicht beim Hund festzustellen ist aber gar nicht so schwer. Um es festzustellen oder auch die Möglichkeit des Übergewichtes auszuschließen, wird durch den Veterinär der Body Condition Score angewendet. Er ist vergleichbar mit dem BMI, lässt aber je nach Rasse unterschiedliche Neigungen zu niedrigem oder auch höherem Gewicht zu.

GRATIS BUCH: 4 neue Methoden zur Leinenführung

Melde dich jetzt zu unserem Hundeerziehungs-Newsletter an und erhalte GRATIS als Willkommensgeschenk das Buch: Bulletproof Leinenführung!

Merkmale des zu dünnen Hundes

Es gibt eindeutige äußeren Merkmale, die auf ein eventuelles oder auch deutliches Untergewicht schließen lassen:

  • Herausstehende Becken-, Hüft- und Wirbelknochen
  • Deutlich sichtbare Rippen
  • Eingefallene Bauchdecke
  • Stumpfes, dünnes Fell, eventuell mit freien Stellen

Bei untergewichtigen Hunden gibt es eine Reihe an möglichen Folgen, welche die Gesundheit des Hundes beeinträchtigen können:

  • Schwächung des Immunsystems
  • Verminderung der Wundheilung
  • Störung des Wasser- und Elektrolythaushaltes
  • Abbau der Muskulatur und Einschränkung des Bewegungsapparates
  • Gelenkschmerzen
  • Steigendes Frakturrisiko durch Abnahme der Knochendichte
  • Blutarmut
  • Sinkender Blutdruck
  • Störung des Hormonhaushalts

Ob Dein Hund tatsächlich untergewichtig ist, entscheidet der Veterinär Deines Vertrauens. Wenn Du also das Gefühl hast, dass Dein Hund Gewichtsprobleme hat, führt kein Weg an der Tierarztpraxis vorbei.

Lösungsansätze zur Regulierung des Gewichtes beim Hund

Was sind mögliche Auslöser für das Untergewicht beim Hund und was kannst Du dagegen tun? Natürlich hängt die Behandlung vom individuellem Fall ab. Wenn bei Deinem Hund durch bereits krankheitsbedingte Auslöser ausgeschlossen wurden, kannst Du folgendes tun:

Tipp #1: Bitte füttere artgerecht.

Das heißt, das Leckerlis, wie fette Leberwurst, salziger Schinken oder Soßen ein absolutes Tabu sind. Diese Dinge bringen die Darmflora komplett durcheinander und im Endeffekt nimmt der Hund nicht zu, sondern weiter ab. Ein zu dünner Hund sollte auf keinen Fall verhätschelt werden! Damit erreichst Du nur noch ein noch mäkeligeres Verhalten bei Deinem Hund.

Tipp #2: Geduldig beobachten.

Es ist einen Versuch wert, den Futternapf weg zu stellen und zu warten, bis der Hund zu Dir kommt. Er wird erst an seinen Futterplatz gehen, wo er ja seinen Napf vermutet. Wenn er dann zu Dir kommen sollte, kannst Du ihm etwas zu fressen anbieten. Selbst, wenn er das Fressen ablehnt, solltest Du diese Methode erneut versuchen. Am Folgetag wird dem Hund das gleiche Futter angeboten. Wenn Dein Hund tatsächlich hungrig sein sollte, wird er auch irgendwann fressen.

In der Zeit, in der Dein Hund nichts frisst, kann sich die Darmflora erholen. In der Regel setzt der Hunger dann ganz automatisch wieder ein.

Der Hund will partout nicht fressen

Sollte Dein Hund tatsächlich nichts fressen wollen, wird der Gang in die Tierarztpraxis notwendig. Nur geschultes Personal kann den individuellen Fall Deines Hundes genau beleuchten und entsprechende Behandlungen anbieten.

Vorbeugung: Wie füttere ich meinen Hund richtig?

Damit es gar nicht erst dazu kommt, gelten einige wichtige Fütterungsregeln. Diese muss nicht der Hund beachten, sondern das Herrchen:

  • Fütterung 1x/Tag
  • Keine Spätfütterung nach 17:00 Uhr
  • Keine Futterergänzungsmittel füttern! – es sei denn, sie wurden vom Veterinär verschrieben
  • Fastentag 1x / Woche zwecks Optimierung des Magenhaushaltes

Generell gilt: wenn Du Dir unsicher bist, ob Dein Hund ein Gewichtsproblem hat, berate Dich bitte mit dem Tierarzt. Eventuelle Unverträglichkeiten oder Untergewicht auslösende Krankheiten kann nur er / sie diagnostizieren!

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
follow me

GRATIS BUCH: 4 neue Methoden zur Leinenführung

Melde dich jetzt zu unserem Hundeerziehungs-Newsletter an und erhalte GRATIS als Willkommensgeschenk das Buch: Bulletproof Leinenführung!

Hund nimmt nicht zu
Ihre Meinung zum Artikel

Hinterlasse ein Kommentar