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Mein Hund schmatzt – 4 Gründe & Ursachen für übermäßiges Schmatzen

Es gibt Hunde mit Angewohnheiten, die wir als Herrchen oder Frauchen mitunter als komisch betrachten und uns nichts weiter dabei denken. Es gibt aber durchaus Verhaltensweisen, wie das Schmatzen bei Hunden zum Beispiel, die unterschiedliche Ursachen haben können. Diese können harmlos oder durchaus auch gesundheitlich relevant sein. Aber nur wer genauer hinschaut, kann sich sicher sein, dass es seinem tierischen Freund auch gut geht.

Schmatzen als Marotte

Einige Hundehalter beobachten es in den Ruhephasen, beispielsweise, wenn der Hund sich nach dem Spielen oder dem Spaziergang ausruht oder vor dem Schlafen gehen: der Hund liegt schmatzend in seinem Körbchen.

Wenn auch du das bei deinem Hund beobachten kannst, er ansonsten aber einen fitten und zufriedenen Eindruck macht, ist das Schmatzen wahrscheinlich nur eine Angewohnheit deines Hundes, welche mit Hilfe eines Hundetherapeuten oder Hundetrainers wieder abgewöhnt werden kann.

Um sicher zu gehen, dass es kein ernstes Problem mit deinem Hund gibt, kann dir ein Tierarzt Gewissheit über die Fitness deines Hundes verschaffen.

Magen-Darm-Probleme als Gründe für das Schmatzen beim Hund

Einige Gründe, weshalb ein Hund schmatzt sind nicht so harmlos, wie eine mitunter lästige Marotte. Durchaus können gesundheitliche Probleme dazu führen, dass Ihr Hund vermehrt Speichel produziert und dadurch öfter schmatzt und schluckt.

  • Sodbrennen (Reflux): Wenn zu viel Magensäure vorhanden ist, überwindet diese die Refluxbarriere am Übergang des Magens zur Speiseröhre und steigt in ihr auf. Das ist auch für einen Hund sehr unangenehm und er schmatzt verstärkt, um mehr Speichel zu produzieren, der dann die Magensäure wieder zurück in den Magen spülen soll.
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Eine bakterielle Infektion, Entzündung der Magenschleimhaut oder falsches Fressen können Magen-Magen Darm-Erkrankungen hervorrufen. Mögliche Symptome sind häufiges Strecken des Rumpfes, Schmatzen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Trägheit deines Hundes.

Entzündungen im Mund- und Rachenraum Eventuell reicht schon ein Blick in die Mundhöhle des Hundes um zu erkennen, warum dein Hund schmatzt.

Schmatzen, Gras fressen und Erbrechen beim Hund

Viele Hunde fressen Gras, das räumt den Magen auf und erleichtert mitunter den Abtransport von unverdaulichen Ansammlungen im Hundemagen. Mitunter ist in der Folge des Grasfressens häufiges Schmatzen und schließlich Erbrechen des Mageninhaltes und Galle das unschöne Resultat.

Kommt es häufiger oder regelmäßig vor, dass dein Hund Gras frisst und sich anschließend erbricht ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen. Er wird dir Gewissheit verschaffen können, ob bei deinem Hund ein gesundheitliches Problem im Verdauungstrakt vorliegt und dementsprechende Maßnahmen einleiten.

Schmatzen als nur ein Symptom für Stoffwechselerkrankungen

Achtung ist geboten, wenn dein Hund einen müden, trägen und abgeschlagenen Eindruck macht. Übermäßiges Fressen, häufiges Trinken, vermehrter Speichelfluss in Verbindung mit Schmatzen und Gewichtsverlust können auch Zeichen für eine Stoffwechselerkrankung sein. Diabetes mellitus oder z.B. das Morbus Cushing Syndrom sind nur zwei der möglichen Befunde.

Diabetes mellitus Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2. Während beim relativ seltenen Typ 2 eine Insulinresistenz aufgrund einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse vorliegt, können genetische Veranlagung in Verbindung mit Störungen des Immunsystems oder Infektionskrankheiten zum Typ 1 führen. Auch eine falsche Ernährung oder Störungen des Hormonhaushaltes können die Bildung des Diabetes mellitus Typ 1 begünstigen.

Beim Morbus Cushing Syndrom wird das Hormon Cortisol überproduziert. Daraus resultierend können häufiges Hecheln ein Zeichen für Überanstrengung auch in nicht sonderlich herausfordernden Situationen sein, was auf eine Schwäche der Muskulatur hinweisen kann. Auch gesteigerter Appetit und Durst, sowie ein ausgebildeter Hängebauch können Anzeichen für eine Cortisolüberproduktion sein.

Fazit

Nun wollen wir aber nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Ein Besuch beim Tierarzt ist die beste Möglichkeit, sich über den tatsächlichen gesundheitlichen Zustand deines Hundes zu verschaffen. Anschließend kann er entsprechende und eventuell notwendige Therapien einleiten, damit es deinem Hund wieder besser geht.

Lea | Tiersinne Administrator
Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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