Hund trinkt nicht – 7 Gründe und was du dagegen tun kann

Hunde können einige Wochen ohne Nahrung überleben. Steht deinem Hund aber kein Wasser zur Verfügung, kann das innerhalb weniger Tage seinen Tod bedeuten. Du machst dir Sorgen, das dein Hund zu wenig trinkt?

Hier kannst du mehr über die Gründe erfahren, warum dein Hund wenig trinkt und wie du sein Trinkverhalten verändern kannst.

Wieviel trinkt ein Hund am Tag

Die Trinkmenge deines Hundes richtet sich nach der Art der Fütterung.

Bekommt dein Hund vor allem Trockenfutter zu essen, benötigt er ungefähr 50 ml Wasser/kg Körpergewicht und Tag. Fütterst du deinen Vierbeiner bevorzugt mit Nassfutter, wird er ungefähr 20 ml/kg Körpergewicht am Tag benötigen. Am wenigsten Wasser benötigen Hunde, die gebarft werden. Sie nehmen die notwendige Flüssigkeit über Fleisch, Obst und Gemüsebrei in ihrem Futter auf. Aber nach langen Wanderungen bei hohen Temperaturen ist es auch für Hunde mit Barf- Ernährung wichtig, ausreichend zu trinken.

Was passiert, wenn dein Hund zu wenig trinkt

Wenn dein Hund eine größere Menge Flüssigkeit verliert, als er trinkt, beginnt sein Körper zu dehydrieren. Dein Hund ist unruhig und sucht ständig nach Wasser. Da weniger Speichel produziert wird, ist das Zahnfleisch deines Hundes trocken und klebrig. Um Flüssigkeit im Körper zu halten, wird dein Hund wenig bis gar keinen, sehr konzentrierten Harn mehr absetzen. Der Harn weist eine dunkelgelbe Farbe auf.

Trinkt dein Hund wenig, ist er oft müde, antriebslos und kann sich nicht gut konzentrieren. Das Wasser wird in den Zellen gespeichert und steht dem Körper nicht mehr zur Verfügung. Das Blut verdickt sich, es bilden sich Blutklümpchen.

Erhält dein Hund über zwei Tage nicht zu trinken, funktioniert sein Kreislauf nicht mehr, dein Hund stirbt.

Wie kannst du Dehydration erkennen

Hebe eine Hautfalte im Nackenbereich deines Hundes an. Lässt du die Haut los, geht sie sofort in ihre ursprüngliche Position zurück, wenn dein Hund über genügend Flüssigkeit im Körper verfügt.

Beginnt eine Dehydration, verliert die Haut an Elastizität. Leidet dein Hund unter starkem Wassermangel, bleibt die Hautfalte für einige Sekunden bestehen und verstreicht nicht.

Warum trinkt dein Hund zu wenig

  1. Stellst du das Futter von Trockenfutter auf Nassfutter um, verringert sich der Flüssigkeitsbedarf deines Hundes, er trinkt weniger.
  2. Ist dein Hund vor kurzem geimpft worden, kann infolge eines Impfschadens das Trinken deines Hundes verringert sein.
  3. Auch Stress kann dazu führen, dass dein Hund zu wenig trinkt.
  4. Erkrankungen, wie Durchfälle, Erbrechen führen ebenfalls zu einer Dehydration deines Hundes.
  5. Magendrehungen können die Aufnahme von Wasser verhindern. Verursachen Geschwüre oder Tumoren im Mund deines Hundes beim Trinken Schmerzen, wird er so wenig wie möglich trinken.
  6. Ein wichtiger Faktor ist die Wasserschüssel. Ist sie immer ausreichen mit frischem Wasser gefüllt? Vielleicht hast du die Schüssel gewechselt, und dein Hund möchte aus der neuen Schüssel nicht trinken, weil ihm das Material nicht zusagt.
  7. Steht die Wasserschüssel an einem unruhigen Platz, wird dein Hund ständig abgelenkt, er trinkt zu wenig.

Wie kannst du deinen Hund zum Trinken bringen

  • Mische Wasser unter das Futter deines Hundes, damit dein Hund während des Essens mehr Flüssigkeit aufnimmt.
  • Lege Obst in die Wasserschüssel. Dein Hund wird versuchen, die Früchte aus dem Wasser zu bekommen und dabei Wasser trinken.
  • Stelle die Wasserschüssel an einen ruhigen Platz, damit dein Hund ohne Stress trinken kann.
  • Verwende Trinkbrunnen, damit dein Hund immer frisches Wasser zur Verfügung hat. Die Sprudeleffekte sorgen zusätzlich für Abwechslung und Spiel.
  • Ändere den Geschmack des Wassers, indem du pürierte Karotten untermischst.
  • Trinkt dein Hund immer noch wenig, kannst du fertige Elektrolytlösungen, oder im Tierhandel erhältliche, aromatisierte Flüssigkeiten anbieten, um deinen Hund dazu zu bringen, mehr zu trinken.
  • Im äußersten Notfall kannst du deinem Hund Wasser mit einer Spritze eingeben.
  • Im Sommer kannst du mit deinem Hund baden gehen. Meistens trinken Hunde beim Schwimmen auch automatisch.

Muss dein Hund zum Tierarzt

Trinkt dein Hund sehr wenig und ist er dehydriert, solltest du ihn auf alle Fälle von einem Tierarzt untersuchen lassen. Es könnte auch eine ernsthafte Erkrankung die Ursache sein.

Zusammenfassung

Eine zu geringe Trinkmenge ist ein ernstes Problem. Kannst du deinen Hund nicht zum Trinken bringen, und wird die Ursache nicht behandelt, kann durch die Dehydration Organversagen auftreten, das für deinen Hund tödlich enden kann.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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