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Hund zittert am ganzen Körper

Ein stark zitternder Hund erschreckt die meisten Halter. Du solltest das Zittern beobachten, aber Dir nicht zu große Sorgen machen. Meist hat es eine harmlose Ursache.

Ursachen für das Zittern

Stress, Angst und Kälte sind die häufigsten Gründe, wieso das Tier zittert. Bei Kälte sorgt es dafür, dass sich die Muskeln erwärmen. Meist hat der Hund außerdem einen starken Bewegungsdrang. Dies hört auf, sobald es dem Wuffel wieder warm ist.
Bei Stress und Angst, bleibt der Hund dagegen meist stehen. Die Rute sinkt und verschwindet zwischen den Hinterbeinen. Was das Tier so verwirrt ist für Dich oft nicht zu erkennen. Es können laute oder unbekannte Geräusche sein, Personen oder Artgenossen mit denen es schlechte Erfahrungen gemacht hat oder unbekannt Situationen.

Ein Hinweis auf die Ursache für das Zittern geben die Rasse und der Körperau. Rassen deren Fell kaum Unterwolle hat, frieren sehr leicht. Kleine Hund neigen zum Zittern vor Angst, weil alles um sie herum bedrohlich groß ist. Jagdhunde dagegen müssen ständig ihren Jagdtrieb unterdrücken, das führt zu Stress.
Bedenklich ist, wenn ein Hund, der nie gezittert hat, plötzlich stark vibriert. Auch Durchfall, Fressunlust, Krämpfe und erkennbare Schmerzen sind ein Grund sofort den Tierarzt aufzusuchen.

Hund vor Kälte bewahren

Fast jeder Hund zittert am ganzen Körper, wenn er gebadet wurde oder schwimmen war. Es genügt den Hund abzutrocknen und ihn zum Toben zu animieren. Es bringt nichts, den Hund in Handtücher einzuwickeln. Bewegung bringt ihn schneller auf angenehme Körpertemperaturen.
Wenn dein Hund sehr klein ist und er ein dünnes Fell hat, ziehe ihm bei Kälte eine Mäntelchen an. Achte darauf, dass das Material nicht durchnässen kann. Ein Pullover aus Wolle taugt nicht um den Hund zu wärmen, er wird nass und verstärkt den Wärmeverlust.

Umgang mit ängstlichen Hunden

Versuche ihn nicht wie einen Menschen zu trösten. Du verstärkst seine Angst, wenn Du ihn in den Arm nimmst oder gar hoch hebst. Dies schränkt ihn in der Bewegung ein und hindert ihn an einer möglichen Flucht. Ziehe auf keinen Fall an der Leine, denn damit schnürst Du ihm auch noch die Luft ab.
Gehe mit dem Hund „normal“ um. Gutes zureden oder bedauern, bestärkt ihn in der Ansicht, dass eine Gefahr droht. Er geht davon aus, dass Du als sein Rudelführer eine Situation ebenfalls als gefährlich betrachtet, wenn Du darauf mit Aufmerksamkeiten reagierst. Er gewinnt Vertrauen, sobald Du deutlich zeigst, dass es nicht besonders gibt, was Angst machen könnte.

Regelmäßiges Training ist wichtig

Unbekannte Situationen verstärken das Problem, egal ob der Hund mit Angst oder einem Jagdtrieb kämpft. Du musst sein Selbstbewusstsein stärken, in dem Du ihn Erfahrungen machen lässt. Gehe mit ihm an verschiedene Orte. Lass ihn diese auf seine Art kennenlernen. Er muss alles ausgiebig beschnüffeln dürfen. Ein Schnelldurchgang nützt ihm nichts und könnte ihn noch mehr verwirren.
Damit er sich an für ihn unangenehme Situationen gewöhnt, musst Du ihn immer wieder damit konfrontieren. Zerre ihn aber nicht mit der Leine an Orte, die ihn ängstigen. Nähere Dich diesen spielerisch. Verführe ihn, mit einem Spielzeug oder einem Leckerli. Er soll die Erfahrung machen, dass ihm nichts geschieht.

Tipps für den Stressabbau

Stress, egal ob im unterdrückten Jagdtriebs oder in Angst begründet, bedeutet auch beim Hund einen Anstieg von Adrenalin. Sein Körper bereitet sich auf einen Kampf, eine Jagd oder eine Flucht vor. Das heißt, sein Organismus läuft auf Hochtouren. Tobe mit dem Hund, animiere ihn sich zu bewegen.
Bei vielen Hunden hat sich ein Brustgeschirr statt eines Halsbandes bewährt. Es nimmt ihm nicht die Luft zum Atmen, er kann sich freier bewegen und fühlt sich weniger an der Flucht gehindert.
Bachblüten sind ebenfalls eine Option, den Hund zu beruhigen. Diese bekommst Du als Globuli im Zoofachhandel.

Lea | Tiersinne Administrator
Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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