Mein Welpe hat Schluckauf – 5 Ursachen die du kennen solltest

Bei Welpen ist Schluckauf relativ normal, ähnlich wie bei Kleinkindern und Säuglingen. Auch sie haben immer wieder Schluckauf, oft mehrmals am Tag. Vor allem beim ersten Schluckauf erschreckt dein Welpe vermutlich erst einmal. Es passiert etwas mit ihm, was er sich nicht erklären kann. Dabei schüttelt es ihn bei jedem Hicks auch noch ordentlich durch. Meist dauert der Schluckauf nur wenige Minuten. Manchmal wird der kleine Welpe aber auch eine halbe Stunde oder länger davon geplagt. Das Gute an der Sache ist, es verschwindet mit der Zeit meist von alleine wieder.

Was passiert beim Schluckauf?

Schluckauf entsteht im Zwerchfell. Dabei handelt es sich um einen flachen Muskel, welcher den Brustraum vom Bauchraum abgrenzt. Genauer betrachtet entsteht er aufgrund einer Nervenreizung im Zwerchfell. Ein Nerv mit der medizinischen Bezeichnung „Nervus Prenicus“, stimuliert den Muskel. Wird der Nervus Prenicus entweder gezerrt oder gedehnt, gibt er diese Bewegung an das Zwerchfell weiter.

Im Normalfall hilft das Zwerchfell beim Atmen. Beim zieht sich das Zwerchfell zusammen und vergrößert so den Brustraum. So ist ausreichend Platz für die Atemluft. Beim Ausatmen entspannt sich der Muskel wieder und hilft damit die verbrauchte Atemluft aus der Brust zu drücken. Die Muskelkontraktionen sind ein Reflex. Reflexe können nicht kontrolliert werden.

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Beim Schluckauf gerät die regelmäßige Bewegung des Zwerchfells durch eine Nervenreizung durcheinander. So entstehen sowohl das Hicksen als auch das plötzliche Zusammenziehen des Zwerchfells.

Was kann Schluckauf beim Welpen auslösen?

  1. Er ist aufgeregt
  2. Er frisst du hastig
  3. Er trinkt zu schnell und meist zu kaltes Wasser
  4. Es liegen krankhafte Veränderungen vor
  5. Er wächst zu schnell

1. Wenn der Welpe besonders aufgeregt ist

Bei Aufregung, Erschrecken oder Angst, atmet der Welpe meist recht schnell. Teilweise schluckt er einen Teil der Luft. Sein Magen bläht sich dadurch auf und reizt das Zwerchfell und damit den Nerv. So entsteht der Schluckauf.

Am besten du versuchst deinen kleinen Racker zu beruhigen. Eventuell hilft es ihm, wenn du seinen Bauch streichelst bzw. massierst. So wird er die aufgestaute Luft leichter wieder los.

2. Wenn der Welpe zu hastig frisst oder schnell kaltes Wasser trinkt

Auch beim schnellen, hastigen Fressen schluckt der Welpe meist viel Luft. Bei schnellem Trinken entsteht der gleiche Effekt. Meist besteht in dem Fall aber auch ein Zusammenhang mit der Temperatur des Wassers. Ist es relativ kalt, kann das den Schluckauf verstärken. Gib deinem Welpen vorsichtshalber nur laufwarmes Wasser zu trinken, wenn er leicht Schluckauf bekommt.

3. Es liegt an krankhaften Veränderungen

Leider sind nicht alle Ursachen für Schluckauf bei Welpen harmlos. Ein Tumor oder ein Abszess, welcher sich in unmittelbarer Umgebung des Nervus Phrenicus bildet, löst ebenfalls Schluckauf aus. Derartige Erkrankungen treten sehr selten auf, können aber vorkommen. Meist sind davon aber etwas ältere Tiere betroffen.

Sollte dein Vierbeiner also häufig Schluckauf bekommen, ohne dass es irgendeinen nachvollziehbaren Auslöser gibt, unbedingt den Tierarzt aufsuchen. Er kann durch verschiedene Untersuchungsmethoden ernsthafte Erkrankungen lokalisieren. Manchmal reicht schon ein Blutbild, aber auch durch Ultraschall oder Röntgen können bei der Diagnose hilfreich sein.

4. Wenn der Welpe zu schnell wächst

Wächst dein Welpe relativ schnell, geschieht das nicht immer bei allen Organen entsprechend gleich schnell. Daher können sich die Größenverhältnisse von Muskeln, Knochenbau und Innereien vorübergehend etwas verschieben. Aus diesem Grund kann Schluckauf entstehen. Das lästige Hicksen vergeht in dem Fall aber irgendwann von ganz allen, wenn der Hund ausgewachsen ist.

Fazit:

Schluckauf ist lästig wie wir alle aus leidvoller Erfahrung wissen. Aber solange es keine krankhafte Ursache hat, verschwinden die Symptome meist wieder, wenn der Hund älter wird. Bei erwachsenen Hunden ist Schluckauf sehr selten. Wenn dein Hund dennoch immer wieder davon geplagt wird, solltest du mit ihm deswegen unbedingt an deinen Tierarzt wenden.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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