Mein Welpe knabbert alles an – 4 Ursachen und 2 Lösungen

Welpen sind ähnlich wie Kinder, sie wollen alles Neue erkunden und erforschen. Bei Hunden funktioniert das in erste Linie durch beschnuppern oder „kosten“. Grundsätzlich steckt hinter einem Anfall von Zerstörungswut deines Welpen keine böse Absicht. Sein „Werk“ kann aber vielfältige Ursachen haben.

1. Knabbern aus Langeweile

Meist liegt die Ursache für die Knabberei an einem unterbeschäftigten Hund. Auch wenn es süß aussieht, wenn der kleine Racker dich mit „vollem Maul“ schuldbewusst ansieht, solltest du einschreiten. Ausreichende Beschäftigung mit dem Tier kann hier schnell Abhilfe schaffen.

2. Der Welpe hat Angst oder fühlt sich verlassen

Vor allem kurz nach der Trennung des Welpen von seinen Geschwistern, fühlt er sich häufig alleine. Er hat Trennungsangst und versucht sich abzulenken indem er an dem nächsten zur Verfügung stehenden Gegenstand kaut. Das Kauen lenkt ihn von seiner eigentlichen Angst ab. Auch dagegen hilft meist mehr Beschäftigung mit dem Welpen.

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3. Der Welpe leidet unter dem Zahnwechsel

Je nach Hunderasse und vor allem Größe wechselt ein Junghund zwischen dem dritten und siebenten Lebensmonat seine Milchzähne gegen die Bleibenden. Das Zahnfleisch juckt beim Zahnwechsel, das kennen wir auch von kleinen Kindern. Um den Juckreiz zu mildern, kaut der Welpe an allem, was ihm vor die Nase kommt. In dieser Zeit kannst du deinem Welpen mit besonderen Kauknochen oder Kauspielzeug helfen. Wenn er daran herumnagt massiert er sein Zahnfleisch und der Juckreiz wird gemildert.

4. Knabbern als vorübergehende Phase

Auch Hunde kommen in die Pubertät. Genau wie junge Menschen verändert sich auch im Körper des Hundes in dieser Zeit besonders viel. Er wird langsam geschlechtsreif und ist verwirrt durch das ungewohnte hormonelle Durcheinander. Dein halbstarker Vierbeiner hat Flausen im Kopf und will seine Grenzen neu ausloten. Er hinterfragt deine Regeln, welche du aufgestellt hast.

Ein Anzeichen dafür ist das vermehrte Anknabbern von verschiedenen Dingen. Schuhe sind dabei sehr beliebt, aber auch Kissen oder Kleidung sind begehrte Opfer der jugendlichen Vandalen. Hier helfen nur Konsequenz und eine gewisse Strenge gegenüber dem Junghund. Du musst die Einhaltung der einmal aufgestellten Regeln unbedingt einfordern.

Nimm ihm die angeknabberten Sachen wortlos weg. Du solltest ihn nicht schimpfen oder gar schlagen. Ihn eine kurze Weile ignorieren hilft meist besser. Wenn er wieder ruhig ist, beschäftige dich mit dem Hund. Spiele oder trainiere mit ihm. Wenn er beschäftigt ist, kommt keine Langeweile auf und er kommt nicht auf dumme Ideen. Üblicherweise legt sich diese Phase wieder von alleine.

Lösungsansätze

1. Boden und Umgebung absichern

Als schnelle Lösung empfiehlt es sich den Boden Hundesicher zu machen. Im Klartext du räumst alles was er ankauen könnte, aus seiner Reichweite. Schuhe kannst du im Schrank verstauen, Kissen weiter nach oben legen und Teppiche vorübergehend wegräumen. Wenn dein kleiner Racker nichts mehr findet, was er ankauen kann, verringert sich das Problem sofort.

Eventuell ist es notwendig die Bewegungsfreiheit des Welpen etwas einzuschränken. Wenn er nicht in jeden Raum deiner Wohnung freien Zugang erhält, musst du auch nicht jedes Zimmer hundesicher machen.

2. Alternativen anbieten

Suche nach geeignetem Hundespielzeug, an dem sich dein Welpe abreagieren kann. Wenn er Spielsachen hat, auf denen er ausgiebig kauen kann, sind deine Sachen nicht mehr ganz so interessant.

Besuche mit deinem Hund einer Hundeschule. Hier wird er gefordert und ausgepowert. Dein Welpe wird nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigt. Ist dem kleinen Racker nicht mehr langweilig, hat er häufig kein Bedürfnis mehr alles anzuknabbern.

Fazit:

Wenn junge Hunde alles Mögliche anknabbern, ist das meist nur eine vorübergehende Phase. Vorausgesetzt, man lässt es ihm nicht durchgehen und zeigt dabei Konsequenz. Sollte sich diese Unart trotz deiner Bemühungen nicht wieder legen, solltest du einen Hundetrainer um Rat fragen. Ein Gutes hat die Knabberei des Welpen allerdings, man räumt seine Schuhe und andere gefährdete Dinge vorsichtshalber gleich weg. Als Lohn erhält man eine aufgeräumte Wohnung.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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