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Rottweiler Erziehung – Schritt für Schritt zur Gehorsamkeit

Die Hundeerziehung ist die elementare Grundlage für das Verhalten des Tiers. Besonders bei der Rottweiler Erziehung ist es wichtig, dass du sie konsequent durchführst. Als Kampfhund haben diese Tiere einen leider eher zweifelhaften Ruf. Häufig bleibt dabei unerwähnt, um was für herzensgute Tiere es sich dabei im Normalfall handelt. Die richtige Rottweiler Erziehung bildet den Grundstein für ein ausgeglichenes und gehorsames Verhalten.
Ein liebevoller Umgang ist dabei genau so entscheidend, wie bei anderen Hunderassen auch. Der Rottweiler stellt allerdings kein Tier für noch vollkommen unerfahrene Hundebesitzer dar.

Ist die Rottweiler Erziehung schwerer?

Rottweiler haben leider einen nicht durchweg positiven Ruf. Häufig gelten sie als aggressive Hunde, die am besten in einen Zwinger gesperrt werden sollten. Auch als Wachhunde zur Abschreckung werden sie deshalb häufig eingesetzt. Jedoch kann auf keinen Fall gesagt werden, Rottweiler wären von Grund auf aggressive Tiere. Ebenso wie bei anderen Hunderassen auch, ist die Erziehung des Tieres ausschlaggebend. Der einzige wirkliche Unterschied besteht darin, dass sich manche Hunderassen sehr viel einfacher erziehen lassen, als andere.

So gelten beispielsweise auch Dackel als schwerer erziehbar, da sie sehr intelligent und stur sind. Die Rottweiler Erziehung kann deshalb unerfahrene Tierhalter schnell überfordern. Die intelligenten Tiere merken dann die Unsicherheit der Personen sehr schnell und nutzen diese im Zweifel aus. Wenn du jedoch genug Zeit in die Rottweiler Erziehung investierst, bestimmend und zugleich liebevoll mit deinem Tier umgehst, denn kannst du dir sicher sein, in deinem Rottweiler ein zugängliches und gehorsames Tier wieder zu finden.

Die Welpenerziehung

Die Rottweiler Erziehung sollte geprägt sein, von einer liebevollen Konsequenz. Durch seinen später sehr kräftigen und muskulösen Körperbau, ist es umso wichtiger, dass der Hund perfekt auf die Worte seines Besitzers hört.
Wenn sich die Möglichkeit ergibt, dann solltest du deinen Welpe noch bei seinem Züchter besuchen. Hier kann er sich dann bereits an deine Stimme gewöhnen. Eine solche frühe Bildung weckt außerdem das Vertrauen des Rottweilers. Das wird die spätere Hundeerziehung vereinfachen.

Die ersten Monate: Die Welpenerziehung

Die Rottweilerwelpen zeichnen sich vor allem durch ihre starke Verspieltheit in den ersten Monaten aus. Es ist deshalb wichtig, dass sich der Hund immer genug austoben kann. Entsprechendes Spielzeug und lange Spaziergänge helfen dabei. Wichtig ist es außerdem, wie bei jeder anderen Hunderasse auch, dass du genug Zeit mit deinem kleinen Vierbeiner verbringst. Schließlich soll der Rottweiler in dir seine neue Familie sehen. Nach einigen Wochen kann dann mit den ersten Übungen begonnen werden.

Sitzt, Platz, Aus: die Grundlage der Hundeerziehung

Wie bei anderen Hunden auch, kann nach einigen Wochen mit den elementaren Grundlagen der Welpenerziehung begonnen werden. Dabei ist auch hier, selbst wenn es sich um einen „Kampfhund“ handelt, ein liebevoller Umgang entscheidend. Geduld und Nachsicht sind also angebracht.

Wenn der Rottweilerwelpe lernen soll, wie das Kommando „Sitz!“ funktioniert, sollte zu einem alten Trick gegriffen werden. Dafür wird einfach ein Leckerli über den Kopf des Welpen gehalten. Dieser wird daraufhin natürlich versuchen, das Leckerli im Blick zu behalten. Wird das Leckerli in einem immer spitzeren Winkel zu dem Kopf gehalten, bleibt dem Hund keine andere Wahl, als sich hinzusetzen. Denn aus einer stehenden Position wäre eine weitere Fixierung schon rein körperlich nicht möglich. Hat sich der Hund hingesetzt, ist es an der Zeit ihn ausführlich dafür zu loben. Natürlich bekommt er das Leckerli anschließend auch. Dieses Vorgehen sollte immer und immer wieder geübt werden. Bereits zu Anfang sollte allerdings das Kommando „Sitz!“ bei der Rottweiler Erziehung laut ausgesprochen werden. Mit der Zeit verbindet das Tier den Wortlaut automatisch mit dem Hinsetzen. Auch ein Leckerli ist dann nicht mehr nötig. Gelobt werden sollte natürlich immer.

Für das Kommando „Platz!“ wird ein ganz ähnliches Vorgehen bei der Welpenerziehung empfohlen. Dabei wird das Leckerli vor der Nase des Rottweilers gehalten und dann in einer Bewegung an seiner Brust herunter zum Boden geführt. Da der Hund versuchen wird dem Leckerli mit den Augen zu folgen, wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als sich hinzulegen. Wenn er das gemacht hat, ist es natürlich wieder an der Zeit, ihn eifrig zu loben. Auch dieses Kommando braucht natürlich seine Zeit, bis es vollkommen ohne Leckerli klappt. Wichtig ist es, bereits zu Anfang der Rottweiler Erziehung das akustische Kommando zu geben, damit der Hund die Bewegung mit dem Wort „Platz“ verbinden kann.

Der Befehl „Aus!“ ist bei einem kräftigen Hund, wie dem Rottweiler ganz besonders wichtig. Auch wenn er nur zum Spaß und ohne böse Absicht nach etwas schnappt, kann es dadurch schnell zu einer Verletzung kommen. Deshalb sollte dieses Kommando schon sehr früh geübt werden. Am besten wird dafür ein Spielzeug, wie beispielsweise ein Ball oder ein Strick benutzt. Mit diesem darf der Hund zunächst spielen. Erfolgt das Kommando „Aus!“ muss er jedoch sofort loslassen. Bei den ersten Versuchen, wird es vermutlich nötig sein, das Spielzeug mehr oder weniger selbst an sich zu reißen. Dem Hund sollte jedoch, sobald er von alleine loslässt immer eine kleine Belohnung gegeben werden. Auch ein ausführliches Loben ist wichtiger Bestandteil der Rottweiler Erziehung. Auch dieses Kommando muss immer und immer wieder geübt werden, damit es sich richtig einprägen kann.

Zum Schluss: Immer fair und bestimmt bei der Hundeerziehung bleiben

Wie bereits erwähnt, ist ein Rottweiler in der Hundeerziehung anspruchsvoller als andere Rassen. Umso wichtiger ist es, dass du bei der Erziehung sehr konsequent vorgehst. Der Hund sollte dabei immer einen liebevollen und fairen Umgang erfahren. Auch ein Rottweiler freut sich schließlich, wenn er gelobt und gestreichelt wird. Allerdings musst du ihm auch von Anfang an seine Grenzen aufzeigen und dass ein Fehlverhalten Konsequenzen hat.

Leider neigen viele Menschen dazu, Rottweiler zu hart anzufassen. Ein solches Verhalten, das vielleicht von Schlägen oder gar Tritten geprägt ist, solltest du unbedingt vermeiden, weshalb es hier noch einmal gesondert angesprochen wird. Eine solche Rottweiler Erziehung ist absolut fehl am Platz, da er entweder versuchen wird sich durch Beißen zu verteidigen oder er in Zukunft Angst vor dir entwickelt. Es sollte deshalb immer versucht werden, dem Hund auf eine liebevolle aber dennoch bestimmte Art und Weise zu zeigen, wer das Sagen hat.
Auch wenn nicht immer alles von Anfang an wie gewünscht klappt, ist es vor allem an dir nachsichtig zu sein und immer weiter mit deinem Rottweiler zu üben. Belohnung inklusive.

Bildnachweise

Stockfotonummer: 656139787 / Grigorita Ko / shutterstock.com

Lea | Tiersinne Administrator
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