Ulmenrinde für Hunde – 11 Anwendungsgebiete für Hunde

Ulmenrinde wurde bereits von den Amerikanischen Ureinwohnern sehr geschätzt. Sie verwendeten die Rinde, vermischt mit Wasser als Wundauflage. Für Hunde findet die Ulmenrinde vor allem als Naturheilmittel gegen Probleme im Margen-Darm-Trakt Anwendung. Es hilft auch sehr gut gegen Sodbrennen. Was das Pulver aus der Ulmenrinde noch alles kann, hier findest du eine kurze Zusammenfassung.

Woher kommt die Ulmenrinde?

Rot-Ulmen oder „Ulmus rubra“ wachsen vor allem in Kanada und Nordamerika bis nach Florida und Texas. Wie der Name schon sagt, wird die Rinde des Baumes verwendet. Allerdings nimmt man nicht die äußere, raue Borke, sondern den weicheren, inneren Teil der Rinde und dem Bastteil. Ulmenrinde verbreitet einen aromatischen Duft.

Geerntet kann erst bei über zehn Jahre alten Bäumen, da erst sie die gesunden Inhaltsstoffe liefern. Im Frühjahr wird ein Teil der Rinde vom Stamm und den Ästen abgenommen. So kann sich der Baum wieder regenerieren und man kann nach einer Weile wieder Teile der Rinde ernten. Leider gibt es Geschäftemacher, welche gleich den ganzen Baum absägen und keine neuen Bäume nachpflanzen.

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Die innere Rinde und der Bastteil werden monatelang getrocknet, bevor sie zu feinem Pulver vermalen wird. Ein vom Ulmensplintkäfer Schlauchpilz sorgt in weiten Teilen der USA für das Absterben der Ulmen. Ulmen stehen daher in Amerika auf der Liste der gefährdenden Arten.

Anwendungsgebiete

Bei Durchfall:

Auf den Verdauungstrakt wirkt der Schleim aus der Ulmenrinde regulierend. Besonders deutlich wird dies, durch die Tatsache, dass Ulmenrinde sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall für Ausgleich sorgt.

Bei Sodbrennen:

Besonders häufig wird Ulmenrinde gegen Sodbrennen verabreicht. Die schleimige Masse legt sich nach dem Verschlucken als beruhigende und schützende Schichte auf die Innenwände der Speiseröhre. Auch im Magen wirkt Ulmenrinde schützende und beruhigend auf die Magenschleimhaut. Zu hohe Konzentrationen der Magensäure werden gemindert. Der hohe Anteil an Rohfaser sorgt für den raschen Weitertransport der Nahrungsbestandteile in den Darm.

Bei Magenschleimhautentzündung:

Dieselben Wirkstoffe verhindern unbegründetes Erbrechen und beugen Magenschleimhautentzündungen vor. Der gesamte Verdauungsapparat wird positiv durch den Schleim beeinflusst. Bei allen Magenproblemen hat es sich als besonders wirksam erwiesen, die Ulmenrinde ungefähr eine halbe Stunde vor der Fütterung zu verabreichen. So hat der Schleim Zeit seine schützende Wirkung voll zu entfalten.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Ulmenrinde

Außer den hauptsächlichen Anwendungsgebieten für den Magen und Darmtrakt kann Ulmenrinde auch bei folgenden Problemen zum Einsatz kommen.

  1. Entzündungen der Bronchien
  2. Gegen asthmatische Erkrankungen
  3. Gegen Koliken
  4. Gegen Hämorrhoiden
  5. Gegen Husten und Halsentzündungen
  6. Bei Bronchitis
  7. Gegen Blasenentzündungen
  8. Gegen Zahnfleischentzündungen
  9. Als Entgiftungsmittel
  10. Entzündungshemmend bei Ausschlägen, kleinen Wunden oder Ekzemen
  11. Stärkung des Immunsystems

Bevor man sich entschließt, seinen Hund mit Ulmenrinde zu behandeln, sollte aber immer auch ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Er kann gefährliche Erkrankungen sicher ausschließen. Für viele der oben genannten Anwendungsgebiete kann die Ulmenrinde auch als zusätzliche Hilfe zu Medikamenten zur Genesung beitragen.

Inhaltsstoffe der Ulmenrinde

Ulmenrinde enthält Gerbsäure, Schleimstoffe, Harz, Flavonoide und appetitanregenden Bitterstoffe. Aber auch wertvolle Mineralien wie Magnesium, Natrium und Kalzium, sowie die Vitamine C, K, A und B zeichnen das Pulver aus. Der Schleim bildet sich mit Hilfe von langkettigen Kohlehydraten. Ein beinahe 50-prozentiger Rohfaseranteil, wertvolle Fettsäuren und Antioxidantien haben eine regulierende Wirkung.

Wie wird Ulmenrinde verabreicht?

Ulmenrinde bekommt man als Pulver angeboten. Allerdings darf man es auf keinen Fall trocken anwenden. Es muss immer mit Wasser vermischt werden und eine gewisse Zeit aufquellen. Es entsteht eine schleimige Masse. Dieser entsteht den Stärkebestandteilen und Schleimstoffen, welche in der Rinde enthalten sind.

Falls dein Hund den leicht bitteren Schleim nicht aufnehmen will, kannst du ihm das schleimige Gemisch mit einer Einwegspritze ohne Nadel ins Maul spritzen.

Dosierung der Ulmenrinde

Für Hunde rechnet man pro Kilogramm Körpergewicht eine Tagesdosis von 300 bis 400 Milligramm.

Eine einfachere Berechnung ergibt sich nach der folgenden Formel anhand des Körpergewichtes von deinem Hund:

  • bis zu 5 kg Gewicht, täglich bis zu 1,5 Gramm
  • bis zu 15 kg Gewicht, täglich bis zu 3 Gramm
  • bis zu 30 kg Gewicht, täglich bis zu 6 Gramm
  • über 30 kg Gewicht, täglich bis zu 9 Gramm

Kann man Ulmenrinde überdosieren?

Da es sich um ein reines Naturprodukt handelt, kann man die Ulmenrinde kaum überdosieren. Aber es ist natürlich besser die Dosierung möglichst einzuhalten.

Gibt es Wechselwirkungen?

Muss dein Hund noch andere Medikamente einnehmen, solltest du die Ulmenrinde nicht gleichzeitig verfüttern. Der Schleim der Ulmenrinde könnte die Wirkung des Medikamentes einschränken oder verzögern. Du solltest daher mindestens 30 Minuten, besser noch eine Stunde zwischen der Gabe von Ulmenrinde und Medikamenten verstreichen lassen.

Äußerliche Anwendung

Zur Wundheilung oder gegen Ausschläge kann Ulmenrinde auch äußerlich angewendet werden. Auch dazu mischt man das Rindenpulver mit etwas Wasser und lässt das es aufquellen. Die entstandene Masse kann auf die zu behandelnde Stelle gestrichen werden und bildet eine Art Wundpflaster. Es wirkt Aufgrund dieser schleimigen Konsistenz verdankt das Mittel auch den englischen Beinamen „Slippery Elm Bark“. Nach einigen Stunden kann die Masse wieder entfernt bzw. abgewaschen werden. Bereits die Indianer haben die Rinde vor einigen hundert Jahren auf diese Weise verwendet.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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