Zecken entfernen bei Hunden – Schritt für Schritt Anleitung für Anfänger

Sobald es im Frühling warm wird, beginnt die Zeit der lästigen Zecken. Den kleinen Blutsaugern reichen bereits Temperaturen von 10 Grad, daher sind sie auch im Herbst noch recht lange aktiv. Sie sind neugierig und schnüffeln besonders gerne in Wiesen oder an Sträuchern entlang. Daher stellen Hunde besonders begehrte Wirte für Zecken dar. Sie klammern sich im Fell fest und beißen sich meist gleich an Ort uns Stelle in der Haut des Hundes fest und beginnen Blut zu saugen.

Der Blutverlust ist für einen gesunden Hund im Normalfall nicht schwerwiegend. Die größte Gefahr geht von unterschiedlichen Krankheitserregern aus, welche von den Zecken übertragen werden. Am Häufigsten tritt dabei die Borreliose auf. Aber auch Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose und FSME können den Hund stark schwächen oder sogar zum Tot führen. Gegenmaßnahmen sind daher dringend notwendig!

Zecken beim Hund entfernen – Schritt für Schritt Anleitung

Anhand der Schritt für Schritt Anleitung sollte die Entfernung eines oder auch mehrer Zecken kein Problem darstellen.

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  • Zecken übertragen mögliche Krankheitserreger erst nach ungefähr 16 bis 24 Stunden.
  • Es ist daher besonders wichtig, seinen Hund nach jedem Spaziergang in freier Natur, nach den Parasiten abzusuchen. Findet man welche, sollten diese so schnell wie möglich entfernt werden.
  • Am Besten funktioniert das mit einer Zeckenzange, welche man im Tierbedarfshandel oder in Apotheken erhält.
  • Sicherheitshalber Handschuhe anziehen. Sobald man die Zecke rauszieht, könnte sie erneut zubeißen. Für Menschen sind viele der Krankheitserreger genauso gefährlich.
  • Das Fell rund um die Einstichstelle möglichst zur Seite drücken.
  • Mit der Zange die Zecke möglichst nahe an der Haut greifen. Nach Möglichkeit nicht drücken oder zerquetschen.
  • Nun zieht man den Parasiten vorsichtig nach oben weg. Eventuell hilft es die Zange ein wenig hin und her zu bewegen.
  • Nach der Entfernung kontrollieren, ob auch die Beißwerkzeuge mit entfernt wurden.
  • Die Zecke am Ende töten. Sie soll nicht erneut die Chance bekommen, sich einen Wirt zu suchen.
  • Die Bissstelle nochmals kontrollieren, ob auch keine Rückstände in der Haut verblieben sind.
  • In den nächsten Tagen mehrmals die Bissstellen auf Rötungen oder Infektionen überprüfen.

Alternativen bei der Zeckenentfernung

Anstatt der vorhin erwähnten speziellen Zeckenzange kann auch eine spitze Pinzette verwendet werden. Die Vorgehensweise ist gleich wie mit der Zange.

Im gut sortierten Handel findet man auch sogenannte Zeckenkarten. Es handelt sich dabei um Karten im Scheckkartenformat. An zwei Ecken befinden sich unterschiedlich große Einkerbungen. Die Kleinere Einkerbung ist für junge Zecken vorgesehen, die größere analog dazu für große Parasiten. Die Karte wird entlang der Haut unter die Zecke geschoben. Durch Anheben wird die Zecke aus der Haut entfernt.

Auch Zeckenhaken sind ähnlich zu handhaben. Es handelt sich dabei um Kunststoffhaken mit einem Schlitz für die Aufnahme der Zecke.

Welche Mittel gibt es gegen Zecken beim Hund?

Zecken entfernen bei Hunden

Gehe mit Bedacht vor, wenn du die Zecken von deinem Hund entfernst

Die bekanntesten Mittel gegen Zecken beim Hund sind chemische Mittel, wie Spot on Präparate und mit Wirkstoffen versehene Zeckenhalsbänder.

Spot on Präparate werden am Nacken und am Schwanzansatz des Hundes aufgeträufelt. Von hier verbreiten sie sich über die gesamte Haut des Hundes. Das enthaltene Gift lähmt oder tötet die Parasiten ab.

Zeckenhalsbänder sind ebenfalls mit chemischen Substanzen ausgestattet. Bei ihnen ist es wichtig, dass sie viel Hautkontakt mit dem Hund haben. Nur so kann sich der Wirkstoff über die Hundehaut auf dem ganzen Körper verteilen. Die Wirkung auf Zecken ist ähnlich wie bei den Spot on Präparaten.

Eine weitere Variante sind Zeckenschutzsprays. Auch sie enthalten chemische Giftstoffe gegen Zecken. Sie werden auf die Haut und das Fell des Hundes aufgesprüht. Dabei muss man vorsichtig Augen, Ohren und Nase großzügig aussparen.

Alle drei Varianten dürfen nur bei gesunden, mindestens drei Monate alten Hunden eingesetzt werden. Dennoch rufen sie bei manchen Tieren Hautreizungen, Ausschläge, Juckreiz usw. aus. Es handelt sich um Nervengifte, die auch beim Hund zu unterschiedlichen Nebenwirkungen und Überempfindlichkeiten führen können.

Gibt es Tabletten gegen Zecken beim Hund? Wie helfen sie?

Mittels Kautabletten kann man Hunden das Insektengift sozusagen verfüttern. Nicht alle Hunde nehmen die Tabletten jedoch freiwillig zu sich. Viele Hunde vertragen die Wirkstoffe zudem nicht sehr gut. Zeigt der Hund keine negativen Reaktionen, so schützen ihn die Tabletten über einen längeren Zeitraum. Zecken und auch andere Parasiten nehmen das Gift mit dem Hundeblut auf und sterben danach rasch ab.

Wie helfen Hundehalsbänder gegen Zecken?

Zeckenhalsbänder gibt es mit unterschiedlichen Wirkstoffen. Sie alle werden über Hautkontakt mit dem Hund über die gesamte Hautoberfläche verteilt. Erst nach ungefähr einer Woche ist der gesamte Körper des Hundes geschützt. Die Wirksamkeit reicht je nach Wirkstoff von einigen Wochen bis cirka vier Monaten. Trotz Zeckenhalsband sollte man seinen Hund nach jedem Naturspaziergang nach Zecken absuchen. Die kleinen Plagegeister entwickeln leider bereits Resistenzen gegen einzelne Wirkstoffe.

Welche Hausmittel gegen Zecken bei Hunden gibt es?

Nicht für alle bekannten Hausmittel gegen Zecken gibt es wissenschaftliche Nachweise. Doch viele Hundebesitzer schwören auf ihre speziellen Mittel. Hier werden nur einige der bekanntesten aufgezählt.

  • Knoblauch gegen Zecken ist recht umstritten. In größeren Mengen sind alle Lauchgewächse für Hunde giftig. In sehr kleinen Mengen unters Futter gemischt, verursachen sie jedoch eine Ausdünstung beim Hund, welcher Zecken weichen lässt.
  • Viele Hundebesitzer schwören auf die abwehrende Wirkung von Bernsteinketten. Die Steine müssen jedoch ungeschliffen sein, damit sie ihre ätherischen Öle frei geben. Der Hund sollte sie zudem möglichst ständig tragen, um Zecken fern zu halten.
  • Homöopathisches Ledum wird ebenfalls von manchen Hundebesitzern den chemischen Mitteln vorgezogen. Die Globulis werden von den Hunden auch relativ bereitwillig eingenommen. Sie sollen den Befall durch Parasiten zumindest eindämmen.
  • Auch Bierhefe verhilft dem Hund zu einem Geruch, den Zecken nicht mögen. Allerdings verweigern viele Hunde die Hefe im Futter.
  • Zahlreiche Ätherische Öle haben ebenfalls abweisende Wirkungen auf die kleinen Blutsauger. Hier haben sich besonders Geraniol und Citriodiol als besonders Wirksam erwiesen.
  • Die im Kokosöl enthaltende Laurinsäure macht damit eingeriebene Hunde ebenfalls für Zecken unattraktiv. Das Öl muss allerdings täglich eingerieben werden und eignet sich nur für kurzhaarige Hunde.

Was hilft gegen Zecken bei Hunden?

Sich nur auf eine Methode gegen Zecken zu verlassen wäre unverantwortlich. Am Besten kombiniert man vorbeugende Maßnahmen mit täglicher Kontrolle und mechanischer Entfernung der eventuell doch vorhandenen Plagegeister.

Es ist auch nicht jedes Mittel für jeden Hund geeignet. Bei Anzeichen von Überreaktionen oder Krankheitsbildern, sollte man sich mit dem Tierarzt besprechen und über Alternativen nachdenken. So kann man für seinen Hund die beste Gesundheitsvorsorge erreichen.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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