Katzenfutter – 3 beliebte Nassfuttersorten für Katzen

Jede Katze hat ihre ganz eigene Persönlichkeit. Du wirst mir vermutlich beipflichten. Aber das macht die Schmusetiger für uns auch zu besonderen Haustieren. Sie haben ihren eigenen Kopf und machen meist nur das was sie im Moment gerade wollen. Andererseits haben die meisten Katzen ein ganz besonderes Gespür dafür, wie es ihren Besitzern gerade geht. Oft schaffen sie es, uns allein durch ihre Nähe zu trösten oder zu beruhigen. Und genau dafür lieben wir sie und akzeptieren dafür ihre Eigenheiten.

Auch was das Futter angeht, haben Katzen ihren eigenen Kopf. Sie stellen meist sehr spezielle Anforderungen an ihr Futter. Allerdings muss das nicht zwangsläufig mit der Qualität oder gar dem Preis eines bestimmten Futters im Zusammenhang stehen. Viele unserer Stubentiger haben einfach nur ihren eigenen Geschmack. Das kann an der Fleischsorte, wie Rind, Huhn oder Ente, liegen. Andere Katzen bevorzugen Futter mit Gelee oder Pasteten. Wir als Katzenbesitzer sollten uns daher beim Futterkauf auf eine optimale Zusammensetzung der Inhaltsstoffe achten. Hier ein kleiner Überblick, worauf es wirklich ankommt.

Warum sollte Katzenfutter hauptsächlich aus Fleisch bestehen?

Katzen sind Raubtiere. Ihre Ernährung bestand daher immer in erster Linie aus Fleisch. Wildlebende Katzen fangen Mäuse, Vögel und andere kleine Tiere. Pflanzliche Nahrung nehmen sie dabei nur auf, wenn eines ihrer Beutetiere, diese im Magen haben. Auch während der tausende Jahre langen Domestikation hat sich an der Anatomie der Katzen diesbezüglich nichts verändert.

Katzenfutter muss dem Verdauungssystem der Katzen daher Rechnung tragen. In ihrem kurzen Darm können pflanzliche Nährstoffe kaum verstoffwechselt werden. Daraus folgert ein gutes Katzenfutter muss zum Großteil aus Fleisch bestehen. Maximal zwei bis fünf Prozent sollten aus pflanzlichen Bestanteilen stammen. Wichtig ist auch ein hoher Feuchtigkeitsanteil, da Katzen von Natur aus wenig trinken.

Was sollte ein gutes Katzenfutter nicht enthalten?

Findest du auf der Zutatenliste folgende Inhaltsstoffe, handelt es sich nicht um ein wirklich hochwertiges und gesundes Produkt für deine Samtpfote. Das bedeutet jedoch nicht, dass deine Katze genau solche Futtersorten verschmäht.

Katzen können pflanzliche Nahrungsbestandteile nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß verarbeiten. Das Meiste wird daher ungenutzt wieder ausgeschieden und belastet deinen Schmusetiger nur. Zucker ist ein gutes Beispiel dafür. Katzen haben keine Geschmacksrezeptoren um Zucker oder Süßes im Allgemeinen überhaupt zu schmecken. Bei empfindlichen Katzen kann dieser aber große Probleme nach sich ziehen.

  • Konservierungsstoffe, Farbstoffe, teilweise sind diese nur anhand von E-Nummern angegeben
  • Pflanzliche Öle und Fette
  • Pflanzliches Eiweißextrakt
  • Zucker oder Karamell
  • Pflanzliche Nebenerzeugnisse
  • Getreide
  • Geliermittel

Welche Nährstoffe sollten im Katzenfutter unbedingt enthalten sein?

  • Ein hoher Anteil an tierischem Protein sorgt für einen guten Muskelaufbau und liefert die notwendige Energie für die Katze.
  • Taurin kommt in Fleisch vor, wird aber häufig dem Futter noch zugesetzt. Es ist wichtig für das Nervensystem der Samtpfote.
  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Arachidonsäure sind für die Fortpflanzungsfähigkeit und den Hormonhaushalt essentiell.
  • Vitamine, vor allem Vitamin A brauchen Katzen für gesunde Haut und für ihre sprichwörtlich guten Augen. Vor allem Leber im Futter liefert diese wertvolle Zutat.
  • Mineralstoffe sind wichtig für die Blutbildung und ein gut funktionierendes Herz-Kreislaufsystem. Hierfür ist vor allem Phosphor wichtig, aber auch Kalzium brauchen Katzen für gesunde Knochen. Ein ausgewogenes Verhältnis der beiden Mineralien zueinander sollte dabei eingehalten werden. Auf 1,1 bis 1,3 Teile Kalzium sollte 1 Teil Phosphor enthalten sein.
  • Ähnlich verhält es sich mit Kalium und Natrium, diese beiden Minerale sollten im Verhältnis von 2,1 zu 1 im Futter vorkommen.

Welche Nährstoffe sollten in welchen Anteilen im Futter enthalten sein?

Bei Nass- und Trockenfutter gibt es beim Prozentsatz der Inhaltsstoffe natürlich Unterschiede. Trockenfutter hat eine viel höhere Dichte an Nährstoffen, da das Wasser zum Großteil entzogen wurde. Anhand der nachstehenden Liste kannst du die empfohlenen Mengen mit den Zutatenlisten besser vergleichen.

  • Rohprotein stellt nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Futters den größten Anteil dar. Bei Nassfutter sollte er zwischen 5 und 10 Prozent, bei Trockenfutter sollten die Werte zwischen 22 und 45 Prozent liegen. Vor allem tierische Proteine sind wünschenswert.
  • Bei Nassfutter sollte der Rohfettgehalt zwischen 1,8 und 7 Prozent und bei Trockenfutter zwischen 8 und 31 Prozent liegen.
  • Im Nassfutter sollten höchstens 1 Prozent Rohfasern enthalten sein. Bei Trockenfutter darf der Wert 4,5 Prozent nicht übersteigen.
  • Grundsätzlich sollte ein gutes Futter nie mehr als 10 Prozent Kohlehydrate Bei Trockenfutter sind Mengen bis 9 Prozent, bei Nassfutter bis 2 Prozent noch vertretbar.
  • Alle anorganischen Stoffe zusammen genommen werden als Rohaschegehalt Hier sollte der Wert bei Nassfutter zwischen 1,5 und 2 Prozent liegen und bei Trockenfutter 5,4 Prozent nicht übersteigen.
  • In der Trockenmasse sollte nicht mehr als 0,02 Prozent Magnesium enthalten sein. Bei Trockenfutter liegt die Grenze bei 0,09 Prozent.

Nassfutter oder Trockenfutter

Beide Varianten haben ihre Vor- aber auch Nachteile. Viele Katzenliebhaber halten eine Mischung aus Beidem für die Ideallösung. Entscheidet man sich aber lediglich für eine der beiden Futterarten, ist das auch in Ordnung. Hauptsache die Katze mag das angebotene Futter. Viele Experten empfehlen ein Verhältnis von zwei Drittel Nassfutter und einem Drittel Trockenfutter.

Nassfutter für Katzen

Gutes Nassfutter sollte mindestens 53 Prozent Flüssigkeit enthalten, besser wären bis zu 70 Prozent. Da Katzen aufgrund ihrer Abstammung aus der Wüste wenig trinken, sollte ihr Feuchtigkeitsbedarf über das Futter gedeckt werden.

Welche Vorteile gibt es?

  • Den meisten Katzen schmeckt es besser
  • Ungeöffnete Dosen oder Portionsbeutel sind lange haltbar
  • Nassfutter enthält besonders viel Fleisch
  • Nassfutter enthält viel Flüssigkeit

Welche Nachteile gibt es?

  • Die Dosen verursachen relativ viel Müll
  • Nassfutter ist meist teurer als Trockenfutter
  • Geöffnet verdirbt das Futter schnell

Trockenfutter für Katzen

Trockenfutter sollte mindestens einen 50-prozentigen Fleischanteil beinhalten. Der Feuchtigkeitsanteil sollte noch bei ca. 10 Prozent liegen. Fütterst du einer Katze nur Trockenfutter, so hat sie die Verwendung eines Katzenbrunnens bewährt. Fließendes Wasser weckt die Lust zu trinken eher als ein einfacher Wassernapf.

Welche Vorteile gibt es?

  • Trockenfutter ist meist günstiger als Nassfutter
  • Trockenfutter fördert die Zahnhygiene
  • Verursacht weniger Müll
  • Bleibt auch in der Futterschale einige Tage haltbar
  • Die Katze kann über den Tag verteilt immer wieder kleine Mengen fressen
  • Durch das notwendige Kauen, wird die Kaumuskulatur gestärkt

Welche Nachteile gibt es?

  • Durch die Nährstoffdichte kommt es leicht zur Überfütterung
  • Viele Katzen trinken zu wenig als Ausgleich für das Trockenfutter
  • Zu wenig Flüssigkeitsaufnahme kann zu Nierenproblemen führen

Barfen eine Alternative zum Fertigfutter

Beim Barfen wird die Katze mit möglichst rohem Fleisch und Bio-Produkten ernährt. Diese Füttermethode kommt der Ernährung eines Raubtieres am Nächsten. Barfen ist allerdings teuer und sehr zeitaufwendig. Man sollte bereits viel Erfahrung mit der Futterzubereitung haben, diese Ernährungsmethode ist daher nicht für Anfänger geeignet. Zudem muss man das Futter täglich frisch zubereiten.

Drei beliebte Nassfuttersorten zur Orientierung

Felix Katzenfutter „So gut wie es aussieht“ in Gelee mit Rind, Huhn, Kabeljau oder Thunfisch

Dieses Nassfutter eignet sich als Alleinfutter für Katzen jeden Alters. In den 100 Gramm Portionsbeuteln befinden sich zarte Fleischstücke in Gelee, angereichert mit Mineralien, Vitaminen und Omega-6 Fettsäuren. Auf Aromen, Konservierungsstoffe oder künstlichen Farbstoffen wird verzichtet, auf Zucker leider nicht. Mit den verschiedenen Sorten Huhn, Kabeljau, Rind oder Thunfisch kannst du deiner Katze Abwechslung im Futternapf bieten. Aufgrund der Portionsbeutel entsteht weniger Müll als bei Dosen.

Mit 4,4 von 5 Zufriedenheitspunkten schneidet Felix Katzenfutter „So gut wie es aussieht“ in Gelee sowohl bei Katzen als auch bei ihnen Besitzern gut ab. Viele Samtpfoten scheinen auf dieses Futter zu fliegen. Alle Katzenbesitzer berichten über eine gesunde Verdauung und aktive Schmusetiger.

Gourmet Gold Katzenfutter Feine Komposition

Ein Nassfutter ausschließlich für erwachsene Katzen. In den 85 Gramm Dosen sind immer zwei unterschiedliche Geschmacksrichtungen miteinander kombiniert. Teilweise enthält es Stückchen mit Soße oder wird in Pastetenform geliefert. Das Futter kommt ohne Konservierungsstoffe, künstliche Zusatzstoffe oder Aromen aus. Mit einem hohen Feuchtigkeitsanteil eignet es sich gut als Alleinfutter. Neben wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen enthalten die meisten Sorten auch Getreide, Zucker und pflanzliches Eiweiß. Folgende Sorten werden angeboten: Rind und Huhn, Hochseefisch in einer Soße mit Spinat, Ente und Truthahn und Kaninchen und Leber. Leider fällt durch die Dosen sehr viel Müll an.

Trotz der Zusätze von Getreide und Zucker erreicht dieses Futter 4,4 von 5 Zufriedenheitspunkten. Den Samtpfoten scheint Gourmet Gold Katzenfutter Feine Komposition zu schmecken. Manche bevorzugen allerdings die Arten mit Soße. Einige Katzenbesitzer füttern die Dosen allerdings nur als Abwechslung mit anderen Futtersorten.

Whiskas Katzen-/Nassfutter Multipack Adult 1+ für Erwachsene Katzen Klassische Auswahl in Sauce

Mundgerechte Fleischstückchen in Gelee werden für Katzen ab dem ersten Lebensjahr angepriesen. Die Portionsbeutel enthalten jeweils 100 Gramm in den Sorten Rind, Huhn, Lamm und Pute. Das Nassfutter ist mit Mineralstoffen und Vitaminen angereichert. Eine ausgewogene Mischung an Inhaltsstoffen wirken sich positiv auf die Gesundheit der Harnwege und des Fells aus. Leider enthalten die einzelnen Sorten unter anderem auch Getreide und Zucker. Auf Konservierungsstoffe, zusätzliche Aromen und Farbstoffe wird dagegen verzichtet. Aufgrund der Portionsbeutel hält sich der Müllberg in Grenzen.

Der Multipack mit 40 Portionsbeuteln in vier verschiedenen Sorten bietet den Fellnasen eine gute Abwechslung. Mit 4,5 von 5 Zufriedenheitspunkten schneidet auch Whiskas Katzen-/Nassfutter Multipack Adult 1+ für Erwachsene gut ab. Katzenbesitzer berichten über restlos leer gefressene Futternäpfe und offenbar zufriedene Katzen. Auch die Gesundheit der Fellknäuel lässt nicht zu wünschen übrig.

Fazit:

Katzenfutter ist nicht gleich Katzenfutter, das wissen wir alle. Gesundes und hochwertiges Futter kostet häufig relativ viel, aber nicht immer. Zahlreiche unabhängige Tests vergeben immer wieder einzelnen Futtersorten von Diskontern hohe Bewertungen. Hast du eine Katze mit besonderen Bedürfnissen, kann es leicht passieren, dass sie das besonders gesunde Futter einfach nicht anrührt. Katzen haben eben ihren eigenen Kopf und jede Einzelne ihren besonderen Geschmack.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
follow me

GRATIS BUCH: 4 neue Methoden zur Leinenführung

Melde dich jetzt zu unserem Hundeerziehungs-Newsletter an und erhalte GRATIS als Willkommensgeschenk das Buch: Bulletproof Leinenführung!

Katzenfutter
Ihre Meinung zum Artikel

Hinterlasse ein Kommentar