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Zahnfleischentzündung bei der Katze – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt Erkrankungen, vor denen sind weder Mensch noch Tier geschützt. Dazu zählt auch die Zahnfleischentzündung. Selbst Katzen sind davon betroffen. Doch hier erfährst du, wie du deinem Vierbeiner helfen kannst und was du über dieses Krankheitsproblem wissen musst.

Zahnfleischentzündung bei Katzen – Was versteht man darunter?

Auch Katzen können Zahnfleischentzündungen, aus als Gingivitis bekannt, bekommen. Leider wird dieses Problem bei Katzen oft nicht wirklich erkannt und ernst genommen. Daraus können sich für die Katze fatale Folgen entwickeln. Aus einer nicht behandelten Zahnfleischentzündung kann sich leider viel zu schnell eine Parodontitis entwickeln. Ist das Zahnfleisch bereits beschädigt, kann sich das nicht mehr auswachsen. Vorbeugen ist also hier auf jeden Fall besonders Wichtig.

Symptome für eine Zahnfleischentzündung bei einer Katze

Katzen sind Meister darin, uns nicht zu zeigen ob und wo sie Schmerze haben. Du musst deine Katze daher genau beobachten. Am veränderten Verhalten, vor allem beim Fressen, kannst du eine Erkrankung der Zähne am ehesten erkennen. Hier findest du noch weitere Symptome, welche auf eine Zahnfleischentzündung hindeuten können.

  • Deine Katze hat einen besonders schlechten Mundgeruch, ähnlich wie vergammeltes Fleisch.
  • Das Fell deiner Katze wirkt struppiger, es wirkt verklebt oder vollgesabbert. Dein Stubentiger putzt sich seltener und weniger ausgiebig, da sie dabei Schmerzen hat.
  • Deine Katze schluckt extrem häufig. Manchmal sabbert sie und hat vermehrten Speichelfluss.
  • Ihr Zahnfleisch ist gerötet oder hat einen ungewöhnlichen roten Rand rund um die Zähne.
  • Deine Katze zieht sich vermehrt in Verstecke zurück.
  • Das Fressverhalten deiner Katze verändert sich. Sie nimmt weniger Nahrung zu sich, sie kaut einseitig oder versucht ihre Nahrung möglichst im Ganzen runter zu schlucken.
  • Schaffst du es, einen Blick in den Fang deiner Katze zu machen, erkennst du bräunlichen, rauen Belag auf den Zähnen.

Ursachen für eine Zahnfleischentzündung bei deiner Katze

Es ist bis heute nicht “die Ursache” für die Entwicklung einer Zahnfleischentzündung bei Katzen bekannt. Vermutlich reagiert jede Katze individuell auf verschiedene Auslöser.

  • Häufig wurde bei gestressten Katzen eine vermehrte Krankheitsanfälligkeit beobachtet. Stressfaktoren können vielfältig sein. Katzen mögen keine Veränderungen, daher sind Familienzuwachs, neue zusätzliche Katzen oder ein Zusammenleben mit besonders vielen Tieren Stressauslöser.
  • Wie bei uns Menschen sind die Hauptursache von Zahnerkrankungen, bakterielle Belege auf den Zähnen. Meist entstehen diese durch Nahrungsreste, welche auf den Zähnen verbleiben. Für Bakterien ist ein Katzenfang mit Restnahrung ein wahres Paradies. Sie vermehren sich schlagartig und schädigen durch ihre Abfallprodukte die Zähne aber auch das Zahnfleisch.
  • Viruserkrankungen, wie der Katzenschnupfen oder eine Leukose, können eine Zahnfleischentzündung auslösen.
  • Bei Verletzungen des Zahnfleisches, nisten sich häufig Pilze in den Wunden ein und ziehen in weiterer Folge eine Entzündung nach sich.

Symptome einer Paradontitis bzw. Zahnfleischschwund

Ist bei deiner Katze eine Zahnfleischentzündung schon chronisch geworden, entwickelt sich daraus meist relativ schnell eine Parodontitis. Diese weißt meist folgende Symptome auf:

  • Das Zahnfleisch deiner Katze blutet häufig.
  • Das Zahnfleisch deiner Katze bildet sich zurück
  • Es fallen die ersten Zähne aus dem Maul deiner Katze. Ein erwachsener Stubentiger sollte insgesamt 30 Zähne in seinem Fang haben.

Was passiert mit dem Zahnfleisch bei Paradontitis?

Beim sogenannten Zahnfleischschwund oder auch Paradontitis sollte man wissen, dass diese Erkrankung nicht umkehrbar ist. Knochen können heilen, Fleischwunden irgendwo am Körper verheilen meist gut, anders ist das beim Zahnfleisch. Ist das einmal zurück gegangen oder geschrumpft, wächst es nicht mehr nach. Es ist für immer verloren.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Zahnfleischentzündung

Bei der Behandlung kommt es im Wesentlichen auf das Krankheitsstadium an. Erkennt man die Entzündung sehr früh, ist eine Behandlung sehr vielversprechend. Am Besten ist in dem Fall eine professionelle Zahnreinigung durch den Tierarzt. Selbst die sanftmütigste Mieze wird sich das allerdings nicht freiwillig gefallen lassen. Eine Narkose wird daher unumgänglich sein.

In einem fortgeschrittenen Stadium müssen meist Zahntaschen geleert oder sogar bereits lockere Zähne entfernt werden. Zusätzlich wird hier auch eine Antibiotikabehandlung notwendig werden. Eventuell kann der Tierarzt auch ein spezielles Haftgel auf befallene Zähne auftragen um ein Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen.

Kehrt bei deiner Katze die Zahnfleischentzündung immer wieder, so könnte ein Entfernen aller Zähne dem ein Ende bereiten. Das klingt zuerst unmöglich, aber auch eine Katze kann ohne Zähne leben. Du müsstest deine Futtergaben allerdings der neuen Situation anpassen. Hat die Katze keine Zähne mehr, können Zahnstein und Zahnbelag keine ständig neuen Entzündungsherde mehr hervorrufen.

Welche Vorbeugungsmaßnahmen kannst du ergreifen?

Kontrolliere das Maul deiner Katze regelmäßig. So kannst du Veränderungen viel schneller wahrnehmen und entsprechende Gegenmaßnahmen vornehmen.

  • Wie bei uns Menschen ist Mundhygiene die beste Vorsorge gegen Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen. Einer erwachsenen Katze aber die Zähne zu putzen, wird nicht so einfach funktionieren. Besser wäre es, das bereits einem Kätzchen anzugewöhnen. Das Zähneputzen solltest du mit ihr regelmäßig üben, so ist sie es auch als erwachsene Katze gewöhnt und wird es sich gefallen lassen. Versuchst du es das erste Mal erst später kann es mit viel Geduld und Ausdauer irgendwann klappen, aber sicher nicht bei jeder Katze.
  • Du kannst deiner Katze immer wieder Futter anbieten, mit dem sie Zahnbelag und Zahnstein beim Fressen entfernt. Bestimmtes Trockenfutter eignet sich dazu. Du solltest das in deiner Tierhandlung gezielt verlangen oder deinen Tierarzt um Rat fragen. Auch rohes Fleisch kann helfen. Die Stücke müssen aber groß genug sein, damit die Katze es richtig durchkauen muss. Auf einmal runterschlucken sollte ihr nicht möglich sein. Auch das Abnagen von Knochen kann bei der Zahnreinigung hilfreich sein, ebenso wie das knabbern an knorpeligem Futter.
  • Eine Zahnkontrolle sollte regelmäßig bei Tierarztbesuchen mit gemacht werden. Der Arzt erkennt krankhafte Veränderungen sicherlich am besten. Eine derartige Kontrolle kannst du mit den alljährlichen Impfungen gut kombinieren.

Folgen von Zahnfleischentzündungen bei Katzen

Chronische Zahnfleischentzündungen können schwerwiegende Folgen für deine Katze haben. Der Kieferknochen kann von den Bakterien angegriffen werden. Wodurch die Zähne locker werden und ausfallen.

Bakterien und Giftstoffe im Fang deiner Katze, können über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen. Eine Folge davon sind Erkrankungen wichtiger Organe, wie Herz, Nieren oder Leber.

Nachsorge nach einer erfolgreichen Behandlung durch den Tierarzt

Die beste Nachsorge ist eine regelmäßige Mundhygiene. Tägliches Zähneputzen ist dabei am zielführendsten. Mit viel Geduld kannst du das deine Katze langsam schmackhaft machen. Zahnpasta für Katzen mögen die meisten Stubentiger übrigens recht gerne. Auch Zahnfreundliches Futter kann die Neubildung von Zahnbelag und Zahnstein eindämmen.

In sehr hartnäckigen Fällen wird dir dein Tierarzt eine medikamentöse Behandlung vorschlagen. Dafür werden Antibiotika und oder Entzündungshemmer verwendet. Die beste Behandlung deiner Katze ist auf jeden Fall eine gute Vorbeugung. Deine Katze wird es dir danken.

Lea | Tiersinne Administrator
Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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