Cane Corso Erziehung – So kannst du ihn auch als Anfänger erziehen

Der Cane Corso wird als besonnen, treu aber auch temperamentvoll und intelligent beschrieben. Er hat grundsätzlich ein friedliches und freundliches Wesen. Allerdings können sich diese durchwegs positiven Eigenschaften, ohne eine entsprechende Erziehung, schnell ins Negative verkehren. Der Besuch einer Hundeschule wird für diese Rasse unbedingt empfohlen.

Für Anfänger ist die italienische Dogge eher weniger geeignet. Der Hund braucht neben einer klaren Erziehung auch ausreichende Beschäftigung. Man sollte zumindest ein Haus mit einem großen Garten sein Eigen nennen, wenn man einen Cane Corso artgerecht halten möchte.

Sozialisierung im Welpenalter besonders wichtig

Für die italienische Dogge ist eine umfangreiche Sozialisierung im Welpenalter besonders wichtig. Bereits von Anfang an sollte der kleine Cane Corso möglichst viele unterschiedliche Tiere, Personen und ungewohnte Situationen kennen lernen. Besonders Begegnungen mit fremden Hunden, Verkehrslärm oder größeren Herdentiere sollten dem Kleinen als ungefährlich und normal vermittelt werden. Auch fremde Menschen, welche sein Revier betreten, sollte er frühzeitig kennen lernen und als Normal akzeptieren.

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Hier gilt das Prinzip: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Alles was dein Welpe bereits kennt, wird ihn später als erwachsenes Tier nicht mehr aus der Ruhe bringen. Der kleine Racker soll möglichst früh auch die Möglichkeit bekommen, mit anderen Hunden zu spielen. Nur so kann man später gröbere Zusammenstöße mit fremden Hunden vermeiden. Denn der Cane Corso akzeptiert andere Hunde innerhalb seines Reviers nur sehr selten.

Bereits im Welpenalter empfiehlt es sich daher, mit ihm eine Welpenschule zu besuchen. Er sollte bereits in den ersten gemeinsamen Wochen seinen Platz im Rudel kennen und akzeptieren lernen. Der italienische Hütehund agiert gerne selbständig. Er sieht von Anfang seine Aufgabe darin seine Familie und sein Revier zu verteidigen. Doch nicht immer ist das im Sinne seines Besitzers. Ohne klare Rangordnung könnte das schnell zu gröberen Problemen führen.

Verdiene dir den Respekt deines Hundes

Erziehung eines Cane Corso

Respekt vom Hund ist das A und O

Mollosserartige Hunde sind nicht einfach zu führen. Allein durch ihre Körpergröße benötigen sie eine starke Führungspersönlichkeit als Herrchen. Der Cane Corso zeigt sich gelegentlich als dickköpfig. Besonders wenn er wenig oder keinen Respekt vor seinem Rudelführer hat, ignoriert er dessen Kommandos nur allzu gerne.

Den Respekt des Hundes verdient man sich nicht durch Schläge oder Gewalt. Auf Anbrüllen reagiert er ebenfalls nicht gut. Bei dieser Rasse führen nur Konsequenz und liebevolle Stränge zum Ziel. Dein Vierbeiner muss sich auf dich verlassen können. Er will wissen, was er darf und was nicht. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auf ein bestimmtes Verhalten deines Hundes immer auf die gleiche Weise zu reagieren.

Darf er zum Beispiel nicht aufs Sofa, dann müssen auch alle Familienmitglieder, einen Versuch des Hundes, verhindern. Lässt man ihm diese Unart einmal durchgehen und das nächste Mal wieder nicht, verliert er schnell den Respekt vor dir.

Zeige deinem Vierbeiner von Anfang an seine Grenzen auf. Diese hat er immer einzuhalten. Allerdings musst du diese ebenfalls immer wieder an der gleichen Stelle ziehen. Nur wenn der Hund merkt, dass du als Rudelführer immer das Ruder in der Hand behältst, wird er dir auch immer den notwendigen Respekt entgegenbringen.

Sein verspieltes Wesen birgt auch Gefahren

Willst du einen Cane Corso als Familienhund halten, solltest du das bei der Erziehung bereits frühzeitig berücksichtigen. Solange der Welpe noch klein ist, können die Kinder sich beim Balgen mit dem Hund kaum verletzen. Aber umso größer der Hund wird, umso genauer solltest du darauf achten, dass das Spiel nicht zu grob wird. Die Verletzungsgefahr wäre einfach zu groß. Er neigt zwar nicht zum Beißen, aber allein sein Gewicht könnte Schaden anrichten. Hinter dem rauen Spiel des Vierbeiners liegt keine böse Absicht, er kann aber auch nicht abschätzen, wie viel Kraft er hat.

Es ist daher wichtig deine Kinder nie mit dem Hund alleine zu lassen. Nur so kannst du das Spiel sofort unterbrechen, falls es aus dem Ruder läuft. Du solltest auch deinen Kindern beibringen, ihr Spiel mit dem Hund sofort zu unterbrechen, wenn es ihnen zu wild wird. Auch beim Spielen ist es wichtig, dass der Hund sofort auf deine Kommandos reagiert. Sind Tier und Kinder gut aneinander gewöhnt, reagiert er auf sie tolerant und sanft.

Ein Cane Corso braucht Aufgaben und Beschäftigung

Italienische Doggen sind Arbeitstiere. Sie wurden bereits jahrhunderte lang als Hüte- und Schutzhunde gezüchtet. Dein Vierbeiner braucht ausreichend Beschäftigung. Ansonsten wird dem intelligenten Hund schnell langweilig. Bewegung kann hier Abhilfe schaffen.

Mit ausgiebigen Jagdspielen kann er gleichzeitig seinen Bewegungsdrang befriedigen und gleichzeitig wird sein ausgezeichneter Spürsinn gefordert. Auch mit einfachen Bewegungsspielen kann man den Vierbeiner auspowern. Grundsätzlich sollte ein Cane Corso immer ausreichend Platz zur Verfügung haben. Als Wohnungshund eignet es sich überhaupt nicht.

Vernachlässigt man den Bewegungsdrang des italienischen Hütehundes, kommt es schnell zu einem Energiestau. Dies kann zu aggressiven Verhalten führen. Durch artgerechte Aufgaben und einer guten Erziehung kann man Verhaltensauffälligkeiten gut vorbeugen.

Cane Corso als Wachhund

Als Beschützer ist der Cane Corso nicht zu schlagen. Sieht er seine Familie in Gefahr kommt sein Beschützerinstinkt zum Vorschein. In dem Fall kann er allerdings gegen Fremde auch aggressiv reagieren. Ansonsten verhält er sich fremden Personen gegenüber eher reserviert und uninteressiert.

Aufgrund der besonders guten Eigenschaften als Wach- und Schutzhund wird der Cane Corso auch häufig als Gebrauchshund eingesetzt. Vor allem als Polizeihund oder als Such- oder Spürhund findet er häufig Verwendung. Seine ansonsten ruhige und entspannte Art macht als Arbeitshund besonders wertvoll. Auch in stressigen Situationen agiert er besonnen und ruhig.

Eine liebevolle Erziehung lässt eine gute Vertrauensbasis entstehen

Auch wenn ein Cane Corso ein massiges Äußeres hat, so ist er dennoch sehr sensibel. Er möchte gerne ausgiebig gelobt werden. Streicheleinheiten genießt er ebenso. Eine Kombination aus strenger Konsequenz und liebevoller und positiver Bestärkung führt am Schnellsten zum Ziel. Auf diese Weise kann sich ein besonders gutes Vertrauensverhältnis zischen Hund und Halter entwickeln. Darauf aufbauend kann man mit dem Hund besonders gut arbeiten.

Willst du deinen Hund nicht als Arbeitshund einsetzen, wäre es gut, dir eine gute Beschäftigung für ihn zu suchen. Beispielsweise könntest du mit ihm für die Hundesportart „Obedience“ trainieren. Obedience bedeutet auf Englisch „Gehorsam“. Viele bezeichnen diese Sportart auch als Hohe Schule der Unterordnung. Dabei geht es um ein schnelles, harmonisches Zusammenarbeiten von Mensch und Hund. Auf diese Weise kann man den Cane Corso ausreichend beschäftigen und gewinnt einen besonders treuen Freund.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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