Cane Corso Wesen – Der richtige Umgang mit einer italienische Dogge

In letzter Zeit trifft man auch hierzulande immer öfter einen Cane Corso an. Die ursprünglich aus Italien stammenden Hütehunde erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Zurückzuführen ist das sicherlich nicht zuletzt auf ihre gelehrige Art und ihrem, trotz ihrer Größe, eher sanften Wesen. Ein Cane Corso ist nicht ganz einfach zu erziehen und zu führen, daher ist er nicht als Anfängerhund geeignet.

Wie kann man die positiven Wesenszüge des Cane Corso bestärken?

Sein Wesen wird als starke Persönlichkeit, temperamentvoll intelligent und selbständig beschrieben. Er braucht daher eine starke Führungspersönlichkeit als Hundeführer. Man muss ihm seine Grenzen aufzeigen und ihn konsequent daran erinnern. Auf diese Weise entsteht bei diesem Vierbeiner eine Respektvolle Haltung seinem Herrchen gegenüber. Seine Erziehung erfordert viel Einfühlungsvermögen, aber dafür erhält man auch einen liebevollen und treuen Begleiter durch alle Lebenslagen.

Wichtig ist einen Cane Corso bereits als Welpe besonders gut zu sozialisieren. Nur so ist gewährleistet, dass er später auf veränderte Situationen immer noch gelassen und ruhig reagiert. Diesen Vierbeiner zeichnet eine hohe Reizschwelle aus, daher sollte er mit möglichen Veränderungen oder brenzligen Situationen bereits früh vertraut gemacht werden.

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Der Besuch einer Hundeschule sollte auf jeden Fall erfolgen. Hier lernt er neben dem Gehorsam seinem Herrchen gegenüber auch den Umgang mit anderen Hunden kennen. Besonders wichtig, da die Rasse ihr Revier unerbittlich verteidigt. In der Hundeschule lernt er, dass nicht jeder fremde Hund automatisch als Feind zu betrachten ist.

Wodurch könnte sich der Charakter des Cane Corso verschlechtern?

Für diese Hunderasse ist es besonders wichtig, ausreichend Beschäftigt zu werden. Nur wenn der Vierbeiner ausgelastet ist, fühlt er sich wohl. Unterbeschäftigung und das Fehlen einer Aufgabe, können zu Langeweile führen. Kann er seine Energie nicht zielgerichtet los werden, könnte sie sich aufstauen und fehlgeleitet werden. Vernachlässigte italienische Doggen neigen zu Aggressivität. Das sollte durch entsprechende Beschäftigung unbedingt unterbunden werden. Auch ein zur falschen Zeit ausgelebter Spieltrieb könnte bei dem muskulösen Tier ungewollte Folgen haben.

Der Cane Corso als Wachhund

Mit der richtigen Anleitung entwickelt er einen starken aber unbestechlichen Charakter. Seine Herkunft als Schutz- und Treibhund kann er nicht verleugnen. Er entwickelt einen starken Schutzinstinkt und wird seinen Halter und seine Familie bei Gefahr bedingungslos verteidigen. Sein Revier bewacht er mit viel Aufmerksamkeit. Er gilt als territorialer Hund.

Fremde Hunde werden von einem Cane Corso nicht im eigenen Revier geduldet. Darauf solltest du bei Besuchern mit eigenen Hunden berücksichtigen. Die Hunde sollten sie vorher auf neutralem Boden, also nicht im eigenen Revier, kennen lernen können.

Fremden Personen gegenüber verhält sich der Cane Corso reserviert und eher misstrauisch. Sollte jemand in sein Revier eindringen, so reagiert er zwar wachsam aber im Allgemeinen nicht aggressiv. Er wart eine zurückhaltende Distanz. Aufgrund seiner Größe und seines muskulösen Körperbaus, reicht meisten seine Präsenz aus, um die Lage zu klären.

Der Cane Corso als Familienhund

Als Familienhund zeigt sich der Cane Corso ruhig, freundlich und besonders kinderlieb. Er sollte aber bereits als Welpe mit den Kindern spielen und im entsprechenden Rahmen toben dürfen. Wobei man als Erwachsener natürlich ein Auge darauf haben sollte, damit die Spiele nicht zu wild ausarten. Vor allem ein Junghund weiß meist nicht, wie groß und schwer er eigentlich ist. Er würde die Kinder zwar nie absichtlich verletzten oder gar beißen, aber allein seine Körpermaße könnte bei einem Sprung zu Problemen führen.

Seinen Job als Beschützer nimmt die italienische Dogge sehr ernst. Daher sollte man besonders aufmerksam sein, wenn die eigenen Kinder mit fremden Kindern zusammenspielen. Lautes Gelächter oder Geschrei könnte der treue Vierbeiner falsch interpretieren. Sieht er eines seiner Familienmitglieder als gefährdet an, so könnte er abwehrend reagieren. Dabei könnte er unabsichtlich zu harsch dazwischen gehen. Auch solche Situationen sollte man mit ihm bereits in der Jugend trainieren, damit er im Ernstfall nicht falsch reagiert.

Beim Umgang mit Kindern zahlt sich eine liebevolle und konsequente Erziehung besonders aus. Sein Bewegungsdrang ist größer als bei vielen anderen Rassen, dem sollte man Beachtung schenken. Lange Spaziergänge und entsprechende Spiele sollen in auspowern, bevor er mit den Kindern toben darf. So kann von vorne herein verhindert werden, dass sich seine Energie in der falschen Situation negativ auswirkt.

Der Cane Corso als Arbeitshund

Cane Corso Wesen

Der Cane Corso ist auch ein Arbeitshund

Aufgrund der besonders feinen Nase, werden italienische Doggen gerne auch als Polizeihunde eingesetzt. Ihre ruhige und besonnene Art kann sich im Zusammenspiel mit ihrem Hundeführer als besonders wertvoll erweisen. Als Schutzhund kann der Cane Corso sein ganzes Potential voll ausschöpfen.

Mit der richtigen Ausbildung erhält sein Hundeführer einen absolut ergebenen und ausgeglichen, fügsamen Hund an seiner Seite. Vor allem in stressigen Situationen behält diese Rasse einen klaren Kopf. Aufgrund der vielen Aufgaben, welche ihn als Arbeitshund täglich erwarten, ist er ausgelastet und wird seinem Hundeführer mutig und treu begleiten.

Auch im Katastrophenschutz, kann diese Hunderasse wertvolle Dienste leisten. Da er besonders arbeitsfreudig und lernwillig ist, kann man ihn auch gut als Suchhund einsetzen. Er wird mit Begeisterung seine Aufgabe ausführen. Solange dem Tier nicht langweilig wird, ist er ein besonders verlässlicher Begleiter.

Wie geht man mit Problemen mit dem Cane Corso um?

Der tägliche Umgang mit dem Molosserhund sollte man auf seinen Charakter Rücksicht nehmen. Schläge oder Anschreien erweisen sich nicht als hilfreich. Darauf würde er nur aggressiv reagieren. Er möchte ebenso mit einem gewissen Respekt behandelt werden. Erfolgt seine Erziehung nicht konsequent genug, kann es durchaus vorkommen, dass er nur hört, wenn es im passt. Der intelligente Hund überlegt sich bei nicht eindeutigen Kommandos vorher, welche Reaktion im in dem Fall als sinnvoll erscheint. Hier kann schnell auch sein Dickkopf zum Vorschein kommen.

Haben sich im Umgang mit einem Cane Corso Probleme eingeschlichen, so ist es ratsam mit ihm einen speziellen Hundetrainer zu konsultieren. Bei dieser Rasse handelt es ich schließlich um kein Schoßhündchen, auch wenn er durchaus sehr verschmust sein kann. In einigen Bundesländern wird die Rasse als Listenhund geführt. Eine gewisse Vorsorge sollte also nie außer Acht gelassen werden. Auch wenn die Rasse von Natur aus nicht aggressiv ist, kann er dies leider durch falsche Haltung dennoch werden.

Er braucht viel Beschäftigung und Aufgaben, um rundum ausgelastet zu sein. Nur wenn man ihm das auch ständig bieten kann, erhält man sein ruhiges, freundliches Wesen und seinen guten Charakter.

Heyho 🙂 Ich bin Lea und ich schreibe aus Leidenschaft zum Tier auf Tiersinne. Ich bin offen für jede Art von Diskussion und freue mich auf jeden Austausch mit Gleichgesinnten, welche die gleiche Leidenschaft teilen: das Wohl der Tiere!
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